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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 03:25 Uhr

Winstongolf : Im Stechen knapp geschlagen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Deutschlands Golf-Legende Bernhard Langer beendet Turnier der European Masters bei Winstongolf auf geteiltem zweiten Platz

von
erstellt am 22.Sep.2014 | 08:00 Uhr

„So gut wie möglich präsentieren, auf das eigene Spiel konzentrieren und das Beste geben!“ Vollmundige Sieg-Ankündigungen sind Bernhard Langers Sache offenbar nicht. Und so beschränkte sich die Zielstellung von Deutschlands erfolgreichstem und berühmtestem Profigolfer vor seinem zweiten Auftritt bei den Winstongolf European Open darauf: besser abschneiden als beim ersten Mal vor zwei Jahren. Damals gab es einen geteilten achten Platz. Und mit dem würde der Mann, der vor 57 Jahren im bayrischen Anhausen geboren wurde, diesmal bei Weitem nicht zufrieden sein.

„Die Saison hat für mich sehr erfolgreich begonnen. Gleich zum Auftakt ein Sieg auf Hawaii, danach viele weitere vordere Platzierungen. Insgesamt habe ich in dieser Saison schon fünf Siege eingefahren und führe im Schwab Cup, der amerikanischen Champions Tour. Und diese Serie will ich unbedingt gewinnen.“ Die Chancen stehen gut, kurz vor Saisonende hat der Deutsche einen komfortablen Vorsprung.

Das war auch der Grund, warum Bernhard Langer erst so kurzfristig in Vorbeck zugesagt hat. „Ich hätte erneut auf Hawaii antreten können, habe mich dann aber doch für Winstongolf entschieden. Das ist mein einziges Turnier 2014 in Deutschland, und natürlich spielt bei meiner Entscheidung auch eine Rolle, dass ich mit dem Platzbesitzer Wijnand Pon sehr gut zurechtkomme.“

Kennengelernt haben sich der inzwischen in Mecklenburg ansässige niederländische Unternehmer und die deutsche Golf-Legende – natürlich – bei einem Turnier. „Wijnand begleitete mich bei einer Pro-Am-Runde“, berichtet der 57-Jährige. Pro-Am heißt, dass ein erfahrener Amateur-Spieler während eines Turniers einen Profi auf einer Runde begleitet – wie man es auch am Wochenende in Vorbeck machen konnte. „Wir stellten fest, dass wir viele gleiche Ansichten und Einstellungen haben.“ Es folgte logischerweise die Einladung nach Vorbeck, die Bernhard Langer 2012 annahm. Dass auch in diesem Jahr am Freitag und Sonnabend das Duo Langer/Pon auf die Bahn ging, war klar.

Aber daran wird es nicht gelegen haben, dass der zweifache Gewinner des wichtigsten Turniers der Welt, des Masters in Augusta, an jedem der beiden Tage mit 66 Schlägen – also sechs unter Platzstandard (Par) – seine bislang besten Runden in Vorbeck absolvierte. Auch gestern war Langer lange Zeit auf Kurs, hatte nach dem achten Loch die alleinige Führung inne. Am Ende lag er mit den Engländern Paul Wesselingh und Philip Golding schlaggleich vorn. Der erste Stech-Durchgang an Loch 18 endete remis, alle drei brauchten drei Schläge am Par-4-Loch. In Durchgang zwei landete Goldings Ball im Wasser und der Brite war aus dem Rennen. Den dritten Versuch schließlich beendete Langer mit vier Schlägen, Wesselinghs Ball lag bereits nach drei Schlägen im Loch. Damit ging der Siegerscheck nach England, Golding und Langer teilen sich Platz 2.

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