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Mecklenburg-Vorpommern

19. Oktober 2017 | 20:21 Uhr

Sommerferien : Im Schloss und am Strand

vom
Aus der Onlineredaktion

Mit Beginn der Sommerferien stehen nicht mehr Mathe und Physik auf dem Plan, sondern Spiel und Spaß

Faulenzen statt Büffeln, Freunde treffen statt Schulbank drücken: Nach einem anstrengenden Jahr beginnt mit den Sommerferien für viele Schüler die schönste Zeit des Jahres. Doch die wenigsten fahren über die kompletten sechs Wochen in den Urlaub. Viele verbringen einen Großteil ihrer Zeit in der Heimat. Damit keine Langeweile aufkommt, bieten zahlreiche Verbände, Jugendhäuser und Freizeitzentren unterschiedliche Ferienangebote.

Über eine zu geringe Nachfrage nach dem Schülerferienprogramm können sich die Veranstalter nicht beschweren. Ob auf dem Land oder in der Stadt: Die Angebote werden erfahrungsgemäß gerne genutzt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.„Das Interesse ist groß“, sagte Andreas Beck, Sprecher des Landesjugendrings MV. Er listet zahlreiche nichtkommerzielle Ausflugsmöglichkeiten von öffentlichen und freien Trägern in einem Ferienkalender auf. Die etwa 70 Angebote bieten für rund 3600 Kinder und Jugendliche Freizeiten - darunter Jugendcamps in Güstrow, Barth und am Schweriner See sowie Märchenabenteuer auf Schloss Boitzenburg. Aber auch Ferienlager am Strand werden gelistet – so wie im Osteseebad Kühlungsborn oder in Rerik im Landkreis Rostock.

Wer sich kreativ austoben will, findet auch Werkstätten etwa in einem Filmbüro in Wismar und Musik-, Spiel- und Sportangebote auf Schloss Dreilützow. Auch ein Selbstfindungscamp für Mädchen ist dabei.

Trotz der vielfältigen Möglichkeiten sieht Beck eine Lücke: „Für Kinder, die aus finanziell benachteiligten Familien kommen, ist es deutlich schwerer, ein Ferienangebot zu finden.“ Die Teilnahmegebühren schwanken je nach Ort und Aktivität zwischen rund 50 und 400 Euro. Um die Kosten tragen zu können, müssten sich Eltern zusätzlich um Förderung bei Kommunen, Wohlfahrtsverbänden und Stiftungen bemühen – das sei nicht immer so einfach. Das Hilfsprogramm „Kinder brauchen Ferien“, bei dem bedürftige Familien unterstützt wurden, sei 2014 ausgelaufen.

Ein wichtiger Anlaufpunkt ist dann die Kirche. Die Teilnehmerbeiträge seien moderat, bei Bedarf gebe es Vergünstigungen, erklärte Christian Meyer vom Kirchenkreis Mecklenburg. Rund 60 Freizeiten, Trips und Camps für knapp 2800 Teilnehmer würden angeboten. „Bei uns sind alle Kinder und Jugendlichen herzlich willkommen, einfach so und auch, ohne Kirchenmitglied zu sein“, sagte Meyer. Die Palette reiche von Feriencamps, Segeln auf der Ostsee bis hin zu Krimisommer- und Jugendbläserfreizeiten.

Auch Zoos und Museen beteiligen sich am Ferienprogramm im Nordosten – etwa das Ozeaneum in Stralsund, das Phantechnikum in Wismar oder das Schlossmuseum in Schwerin. In der Landeshauptstadt haben Jugendclubs und -treffs sowie Kultureinrichtungen auch wieder ein Ferienprogramm auf die Beine gestellt. Die Beiträge übersteigen selten fünf Euro.

Die Veranstaltungen stehen allen offen – auch Flüchtlingskindern. Das Vorwort im Sommerferienplaner des Schweriner Stadtjugendrings gibt es auch in Arabisch. Gemischte Teilnehmergruppen seien integrativer, sagte eine Sprecherin. Aktionen extra für Flüchtlinge gebe es aber auch.

Neben Schwerin locken unter anderem auch Neubrandenburg und Greifswald mit Kindertheatern, Abenteuerparks und Kunsttagen. Wer Angebote an mehreren Orten nutzen will, kann mit einem Ferienticket für 30 Euro bis Ende August mit Bus und Bahn durchs Land reisen.

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