MV Premiere für Mudder Island : Im Modder robben zum Adrenalinkick

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Die Insel Poel erlebt die Premiere von „Mudder Island“: Am 2. September steigt auf dem altem NVA-Gelände und am Ostseestrand das Event mit bis zu 3000 Startern

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23. Juni 2017, 20:45 Uhr

Am 2. September werden bis zu 3000 Starter auf der Insel Poel durch Modder robben, eine vier Meter hohe Rampe erklimmen, über mehrere Heuballen übereinander klettern und schließlich, das Ziel vor Augen, in die Eiswanne tauchen. All das und noch viel mehr ist „Mudder Island“ über eine Distanz von 20 bzw. neun Kilometern.

Mudder Island, an militärischen Übungsstrecken ausgerichtet, findet auf einem ehemaligen NVA-Gelände in Neuhof sowie auf Ackerflächen und auch an zwei Strandabschnitten in Timmendorf und Schwarzer Busch statt. Gestartet wird im Abstand von 20 Minuten in Blöcken von bis zu 200 Teilnehmern. Zuvor wird den Extremsportlern nicht nur bei einem Aufwärmtraining mit lauter Musik ordentlich eingeheizt, sondern auch den Zuschauern ein tolles Unterhaltungsprogramm geboten.

Ausgedacht haben sich das Ganze Reiterhof-Besitzer André Platz – einer aus der erfolgreichen MV-Springreitergilde (u. a. Derbyzweiter) –, dessen 100 Hektar Ackerland um Timmendorf beim Event teils mit einbezogen werden, sowie Hauke Nass, Inhaber einer Elektrofirma in Kirchdorf. Zwei Poeler Urgesteine. Dritte im Bunde ist Nass’ Tochter Luise, die die Idee vom Start bei Tough Mudder, der Mutter dieser Art von Extremläufen, mitbrachte. Sie war so davon begeistert, dass sie die anderen infizierte. Und so wurde im Oktober 2016 Mudder Island („Modder-Insel“) aus der Taufe gehoben, samt Firmengründung. Hauke Nass testete Ende Mai bei einem Lauf in Zöllern bei Berlin solch ein Spektakel. „Über die kurze Strecke von acht Kilometern mit der Tochter zusammen. Im Eisbecken dachte ich bei 25 Grad Lufttemperatur, mir platzt der Kopf“, so Nass. Zudem hat er dabei Folgendes ausgemacht: „70 Prozent der Starter arbeiten im Büro und suchen fürs Wochenende dann eine Herausforderung, nur etwa zehn Prozent sind echte Freaks.“

Ein Eisbecken wird es – natürlich – auch auf Poel geben. „20 Zentimeter Wasser und darüber zehn Zentimeter Eiswürfel. Die werden ständig nachgefüllt“, so Plath. Allein dafür werden „mehrere Kubikmeter an Eiswürfeln gebraucht“. Und durch diesen Kälteschock müssen die Mudder-Starter hindurchtauchen; auch Thomas Prütz und Johannes Beyer vom 1. LAV Sternberg. „Sicher werden noch einige mehr von uns mitkommen. Mit der Nase im Dreck – mehr Natur geht nicht!“, verkündet Prütz.

Bei der MV-Mudder-Premiere haben die Organisatoren 3000 Starter bei den Behörden angegeben. Über 400 Anmeldungen gibt es bereits. Plath und Nass planen mit einem Etat von bis zu 450 000 Euro.

Mudder Island soll keine Eintagsfliege werden, sondern sich etablieren. Nass: „Es soll ein jährliches Highlight für die Insel werden als saisonverlängernde Maßnahme. Zur Premiere hat man schon mal die 50 Betten des Inselhotels in Gollwitz reserviert.

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