Im Hubschrauber Probesitzen

Einen Einblick in die Arbeit der Polizei konnten Besucher am Sonnabend auf der Haedgehalbinsel am Stadthafen gewinnen. Bei der 15. Auflage sorgen Wasserwerfer, Hubschrauber und Einsatzschiffe bei den Gästen für Begeisterung.

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18. Mai 2009, 10:26 Uhr

Rostock | Viele kleine Jungen träumen davon, Bösewichte zu jagen und wenn sie groß sind, Polizist zu werden. Am Sonnabend konnten sie zum 15. Tag der Polizei mit ihrer ganzen Familie einen Einblick in die Arbeit der Gesetzeshüter bekommen und viel dabei lernen. Der Aktionstag entstand in diesem Jahr in Zusammenarbeit der Bundespolizeiinspektion, der Polizeidirektion Rostock, der Wasserschutzpolizei sowie dem Hauptzollamt Stralsund.

Obwohl das Wetter am Vormittag nicht mitspielen wollte, kamen richtige Polizeifans auch trotz des Regens. Polizeisprecher Volker Werner sagt: "Während sonst immer zwischen 5000 und 8000 Gästen kamen, waren es in diesem Jahr nur rund 3000." Werner führt das in Zusammenhang mit dem Regenwetter.

Anfassen, ausprobieren und mitmachenOb im Hubschrauber, bei einer Runde im Streifenwagen oder der Besichtigung der Boote - überall konnten Zuschauer etwas lernen. Polizisten beantworteten alle Fragen.

Beim Probesitzen im Wasserwerfer zum Beispiel sorgten einige technische Details für Erstaunen. Das Fahrzeug kann 9000 Liter Wasser fassen und maximal 1200 Liter pro Minute verschießen. Auch die Einsatzgebiete des Fahrzeugs sind längst nicht jedem bekannt. So wird es nicht nur gegen gewalttätige Personen auf Demontrastionen eingesetzt, sondern auch in friedlicher Mission zum Trinkwassertransport oder zur Unterstützung der Feuerwehr bei Großbränden.

Wie auch in den vergangenen Jahren sorgte eine Vorführung für besonders viel Applaus: Die Diensthundestaffeln der Landes- und Bundespolizei zeigten aufregende Übungen. In Rostock sind 19 Hunde im Einsatz, die in verschiedenen Spezialdisziplinen ausgebildet sind. Darunter befinden sich Hunde, die auf das Auffinden von Leichen und Blutspuren, Rauschgift und Sprengstoff spezialisiert sind. Alle Vierbeiner der Polizei haben eine Schutzhund-Ausbildung absolviert.

Am Sonnabend gab es gleich zwei Vorstellungen. Am spektakulärsten waren in diesem Jahr die Attacken der Vierbeiner auf den gespielten Übeltäter, den Polizeihauptmeister Jörg Neumann.

Für die Kleinsten PuppentheaterErst wenn die Einschüchterung durch lautstarkes Kläffen wirkungslos bleibt, werden die Hunde im Ernstfall losgelassen. Durch Beißen oder Stoßen der Tiere sollen Verbrecher überwältigt werden. Für die kleinsten Gäste, denen die Hundevorführung Angst einflößt, gab es in diesem Jahr erstmalig zwei Puppenvorführungen im Theater am Stadthafen. Die Stücke "Oma hat Geburtstag" und "Haltet den Dieb!" haben den Kindern Spaß bereitet und sie gleichzeitig ein wenig belehrt.

Die aktuellen Probleme und Handlungsfelder der Rostocker Polizei waren ein weiteres Thema. So entstand ein Graffiti auf einer Leinwand von zwei Hobbykünstlern, das auf das Thema illegale Schmierereien aufmerksam machen sollte. Das Kunstwerk zeigt das Rathaus der Hansestadt und soll voraussichtlich versteigert werden.

Prävention wurde außerdem zu dem Thema Fahrraddiebstahl betrieben. In diesem Zug wurden kostenlose Codierungen vorgenommen.

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