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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 00:18 Uhr

Greifswald : Im Apfelfieber

vom
Aus der Onlineredaktion

Unternehmer produziert in ehemaliger Großküche tonnenweise Bio-Trockenobst

Getrocknete Apfelringe, Apfelwürfel und Säfte in Bioqualität werden von Montag an in Greifswald produziert. Der Unternehmer Martin Nätscher, der im Jahr 2012 den Trockenobsthersteller „Biosanica“ nach Mecklenburg-Vorpommern brachte, beginnt neu: Unter dem Label „Martins“ bringt sein Unternehmen „Bio am Sund“ nun ebenfalls Bio-Trockenobst auf den Markt.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen hängen in Form eines großen Bildes für alle gut sichtbar in der Produktionshalle. Qualität, Respekt, Fairness, Vertrauen und Loyalität heißen die fünf großen Äpfel, die an Nätschers „Wertebaum“ wachsen. „Das sind die Leitplanken unserer Arbeit“, sagt der Firmenchef, der im Jahr 2015 das Unternehmen „Biosanica“ nach Differenzen mit dem Mehrheitseigner des Trockenfrüchte-Herstellers Norbert Braun verließ. Nätscher konzentrierte sich zunächst mit seiner neuen Stralsunder Firma „Bio am Sund“ auf die Beratung von Biofirmen, bevor ihn wieder das Apfelfieber packte.

In Greifswald fand er mit einer leerstehenden Großküche geeignete Räumlichkeiten. Für 1,6 Millionen Euro wurde die Immobilie umgebaut und in Maschinen wie Waschanlagen, Schneidestrecken und Trockenkammern investiert. Rund 524 000 Euro der Investitionssumme stammen vom Wirtschaftsministerium. 20 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit beschäftigt Nätscher zum Produktionsstart. Bis zu 30 Tonnen Bioäpfel können pro Tag in Greifswald verarbeitet werden. Mit seinen Trockenfrucht-Produkten will Nätscher nicht nur Industriekunden beliefern, sondern vor allem den Endkunden in der Region Vorpommern. Eine gläserne Produktion mit Werksverkauf soll für Transparenz sorgen. Die Bioäpfel beziehe er nur von zertifizierten Bio-Obstbauern aus dem Alten Land, aus der Bodensee-Region oder von der Insel Rügen, sagt Nätscher.„Bioäpfel aus Osteuropa zu verarbeiten ist mir zu riskant.“

Nätscher will zudem mit Hotelketten in der Region kooperieren. Vorstellbar sei, dass kleine Tütchen mit getrockneten Bio-Äpfeln als Betthupferl auf den Betten der Urlauber liegen.

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