zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 18:57 Uhr

Im 1. Final-Krimi Nerven behalten

vom

svz.de von
erstellt am 12.Apr.2012 | 09:56 Uhr

Es war das erwartet spannende erste Duell um die deutsche Meisterschaft. Vor der Rekordkulisse von 2061 Zuschauern in der Arena am Lambrechtsgrund zeigten die Volleyballerinnen des Schweriner SC ihre zwei Gesichter. Nach einer tollen 2:0-Führung schickten sie die Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende schlugen sie im Hinspiel des Play-offs-Finales nach einer grandiosen Leistung im Tiebreak den Dresdner SC mit 3:2 (16, 25, -19, -17, 10). Damit verschaffte sich der Titelverteidiger eine glänzende Ausgangsposition für das Rückspiel am Sonnabend in Dresden.

Mit Standings Ovations feierten die Schweriner Anhänger minutenlang ihre Volleyballerinnen. Diese hatten sich im Tiebreak grandios in die Partie zurückgekämpft. Da stand wieder Block, die Angriffe kamen wuchtig ins gegnerische Feld. Eine Nervenstärke, die derzeit wohl ihresgleichen sucht. Mittelblockerin Berit Kauffeldt blieb es unter dem Riesenjubel vorbehalten, mit einem Ass den Matchball zu verwandeln. Riesenjubel gab es auch für Denise Hanke, die SSC-Zuspielerin wurde als MVP der Bundesliga-Saison geehrt.

Sensationeller erster Satz vor Rekordkulisse

Angefeuert von den Fans in der proppevollen Arena erwischte der DVV-Pokalsieger einen Start nach Maß. Mira Topic hämmerte dem DSC gleich zu Beginn drei Angriffe ins Feld. Am Aufschlag war in dieser Phase Berit Kauffeldt, die die Dresdner Annahme vor riesige Probleme stellte. So enteilte der SSC auf sage und schreibe 8:0.

In der Folge setzte der Gastgeber die Sachsen weiter mit wuchtigen Angriffen und Aufschlägen unter Druck. Auch der Block packte hervorragend zu. Dresden fand überhaupt keine Mittel, das schnelle Spiel des SSC zu unterbinden. So erhöhte Schwerin durch seine beste Spielerin Patricia Thormann auf 15:6. In diesem Tempo ging es weiter. In der Schlussphase des ersten Satzes packten dann „Paty“ und Außengreiferin Anne Buijs den Hammer aus. Sensationell ging der erste Durchgang ganz klar mit 25:16 an den Titelverteidiger. Eine einmalige Atmosphäre, die die 2061 Fans boten. Der bisherige Zuschauerrekord von 1877 datiert aus dem Vorjahr im Meisterschaftsfinale ebenfalls gegen den Dresdner SC.

Doch so einfach ging es nicht weiter. Denn es standen sich ja die beiden „besten deutschen Mannschaften“, wie Teun Buijs im Vorfeld sagte, gegenüber. Beim SSC schlichen sich jetzt Fehler ein. Die Annahme war nicht mehr so sicher, da der DSC jetzt mit mehr Druck aufschlug. So konnten die Gastgeberinnen nicht mehr ihr schnelles Angriffsspiel aufziehen und Dresden gewann mehr und mehr die Oberhand. Über 5:3, 12:8 und 16:12 gingen die Sachsen in Führung. Aber der SSC packte einmal mehr sein Kämpferherz aus. Patricia Thormann gab mit ihrem jetzt folgenden Punkt zum 13:16 das Signal. Und als Anne Buijs erneut zuschlug, ging der SSC erstmals in diesem Satz mit 17:16 in Führung. Die Buijs-Schützlinge spielten wieder ihre Nervenstärke aus und nach ihrem bislang erfolgreichen Rezept Punkt für Punkt. Auch von neuerlichen Rückständen (19:20, 22:23) ließen sie sich nicht beirren.

In Durchgang drei erwischte der SSC wieder den besseren Start: 11:8. Doch nach dem Kraftakt aus dem zweiten Satz ließ jetzt die Konzentration nach. Die Gastgeberinnen brachten mit vielen Fehlern die Gäste wieder ins Rennen. Der DSC ging mit 16:13 in Führung. Schwerin baute immer ab und Dresden kam immer besser in Fahrt, sodass der Tiebreak die Entscheidung bringen musste.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen