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Arbeitgeberverband Nordmetall lehnt Forderungen ab : IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Geld

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Die Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland steht vor einem harten Tarifkonflikt. Die große Tarifkommission der IG Metall Küste legte ihre Forderungen vor, die von den Arbeitgebern sofort zurückgewiesen wurden.

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erstellt am 23.Feb.2012 | 06:48 Uhr

Schwerin/Hamburg | Die IG Metall Küste geht mit einer Forderung von 6,5 Prozent mehr Entgelt in die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie in Norddeutschland. Das beschloss die große Tarifkommission der Gewerkschaft gestern in Hamburg. Außerdem fordert sie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und mehr Mitsprache bei der Leiharbeit. "Ein Ergebnis wird es nur im Paket geben", sagte Bezirksleiter Meinhard Geiken. "Die inhaltlichen Forderungen sind uns genauso wichtig wie eine kräftige Lohnerhöhung." Zudem strebe die Gewerkschaft bessere Einstiegsqualifizierungen für lernschwache Jugendliche und erweiterte Informations- und Mitwirkungsrechte des Betriebsrats bei Werkverträgen an.

Der Arbeitgeberverband Nordmetall wies die Forderungen der Gewerkschaft umgehend zurück. Sie gingen "an der Wirklichkeit vorbei". 6,5 Prozent passen angesichts der geschwächten Konjunktur und der Schuldenkrisen nicht in die Zeit. Zudem habe es die Erfolgsbeteiligung der Beschäftigten am zurückliegenden Aufschwung längst gegeben. "Zwischen 2008 und 2011 stiegen die Tarifentgelte um knapp neun Prozent, obwohl es in dieser Phase kein Wachstum gab", sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Thomas Lambusch.

Die Tarifverhandlungen für die rund 140 000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem nördlichen Niedersachsen beginnen am 15. März in Hamburg.

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