Extremismus : Identitären-Werbung in Fibel: Ministerium verbietet Nutzung

Das Bildungsministerium in Schwerin hat den Schulen im Land die Nutzung einer Fahrradfibel verboten, in der auch eine Firma aus dem Umfeld der rechtsextremen Identitären Bewegung (IB) wirbt. «Wir haben untersagt, dass sie verwendet werden darf», sagte ein Ministeriumssprecher am Montag über die Fibel. Ein Verlag aus Sachsen-Anhalt, der das Buch durch Werbung finanziert und gratis an Schulen abgibt, hatte rund 14 000 Exemplare im Land verteilt. Nur der Verlag könnte das Buch zurückrufen, sagte der Sprecher. Zuvor hatte der NDR über die Ministeriumsentscheidung berichtet.

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09. Oktober 2018, 10:16 Uhr

Auf dem Fibelumschlag ist die Anzeige einer Firma mit Sitz in Rostock abgedruckt, die dem Umfeld der vom Verfassungsschutz beobachteten IB zugerechnet wird. Als Geschäftsführer ist ein 30-jähriger Rostocker genannt, der sich selbst als IT-Verantwortlicher der Identitären bezeichnet. Welche Summe der Verlag von dem Unternehmen für den Abdruck erhalten hat, blieb am Montag unklar. Der Verlag war für eine Stellungnahme am Nachmittag nicht zu erreichen. Er wolle laut NDR mit Unterstützung des Verfassungsschutzes in Zukunft alle Inserenten überprüfen.

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