Ganztagsschulangebote : Idee zündet nicht

Hochwertige Angebote an Ganztagsschulen sind gefragt.
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Hochwertige Angebote an Ganztagsschulen sind gefragt.

Vereine an Ganztagsschulen: Vorhaben kommt nur schleppend voran

svz.de von
08. Januar 2018, 21:00 Uhr

Das Vorhaben des Bildungsministeriums, Vereine zur Ausgestaltung von Ganztagsschulangeboten am Nachmittag heranzuziehen, kommt bisher nur schleppend voran. Nur ein Bruchteil des zur Verfügung stehenden Geldes wird abgerufen, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken im Landtag hervorgeht, die gestern veröffentlicht wurde.

Demnach entsprach im Dezember das abgerufene Geld gerade einmal 26,5 Lehrerstellen. Im Jahr 2014 hatte der damalige Bildungs- und jetzige Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) jedoch den Gegenwert von 250 Lehrerstellen zur Verfügung gestellt – 18 Millionen Euro.

Brodkorbs Nachfolgerin Birgit Hesse (SPD) hat das Problem offenbar erkannt: Morgen will sie mit außerschulischen Partnern eine „Kooperationsinitiative für ganztägiges Lernen in Mecklenburg-Vorpommern“ unterzeichnen, wie ein Sprecher sagte.

Die Fraktionsvorsitzende der Linken im Landtag, Simone Oldenburg, forderte den Abbau von Bürokratie bei der Beantragung der Gelder. Außerdem verlangte sie eine bessere Bezahlung von Lehrern, wenn diese am Nachmittag Ganztagsschulangebote betreuen.

„Die derzeitige Regelung, bei einigen Angeboten die Lehrkräfte 90 Minuten arbeiten zu lassen, aber lediglich 45 Minuten zu bezahlen, muss endlich vom Tisch“, erklärte sie. Hochwertige Nachmittagsangebote in der Ganztagsschule seien enorm wichtig.

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