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Mecklenburg-Vorpommern

21. Oktober 2017 | 16:14 Uhr

Vorhersage : Ideales Wetter für Mücken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

2014 könnte ein „Mückenjahr“ werden

Mücken könnten in diesem Jahr zur Plage werden. „Es scheint kein schlechtes Mückenjahr zu werden“, sagte der Insektenforscher Helge Kampen vom Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems. Das Frühjahr war warm und in Teilen Deutschlands auch feucht – ideale Bedingungen für die Eiablage und die Entwicklung der Larven und Puppen. Bei dem derzeit warm-feuchten Wetter produzieren Mücken laut Kampen besonders schnell Eier.

„Bei hohen Temperaturen über 20 Grad fahren auch die Larven den Stoffwechsel hoch“, sagte der Entomologe. Bei 25 Grad Celsius könnten sich innerhalb weniger Tage aus den Eiern Larven entwickeln, die sich verpuppen und aus denen dann die Stechmücken schlüpfen. Im Idealfall dauere die Entwicklung vom Ei bis zur Mücke nur 10 bis 14 Tage. Bei niedrigeren Temperaturen verlangsame sich der Prozess.

Die gemeine Hausmücke legt bis zu 300 Eier auf einmal ab. In ihrem rund vier Wochen dauernden Leben kann sie laut Kampen unter guten Wetterbedingungen die Eiablage mehrfach wiederholen. Das aus menschlicher Sicht größte Problem: „Die weiblichen Mücken benötigen Blut, damit sie überhaupt Eier produzieren können.“ Den Männchen hingegen reichen Wasser und ein Energieträger wie Zucker.

Zu den Feinden der Mücken zählen Amphibien, andere Insekten oder auch Fische, die die Mückeneier und Larven fressen. „Guppys oder andere kleine Fische in der Regentonne können helfen, die Zahl der Eier und Larven deutlich zu minimieren.“ Viel besser sei es aber, die Behälter regelmäßig zu leeren. Ob ein Winter besonders kalt oder durchschnittlich ist, hat hingegen wenig Einfluss auf die Anzahl der Mücken.


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