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Schweriner Schloss als Welterbe? : „Ich bin optimistisch“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ein Förderverein will den Welterbegedanken in die Bevölkerung bringen und plant erste Veranstaltungen

von
erstellt am 23.Okt.2015 | 08:00 Uhr

Nachdem der Verein Pro Schwerin die Welterbebewerbung initiiert hatte und fast zehn Jahre begleitet hatte, gründete er im Frühjahr den Welterbe-Förderverein. Der soll die Bewerbung Schwerins um den Titel Unesco-Welterbe für das Residenzensemble aktiv unterstützen. Mit dem Vorsitzenden Norbert Rethmann sprach Gert Steinhagen.

Welche Aufgaben hat sich der Förderverein vorgenommen?

Rethmann: Der Verein Pro Schwerin hat eine sehr gute Vorarbeit geleistet, das Residenzensemble steht auf der deutschen Vorschlagsliste für das Unesco-Welterbe. Wir wollen uns jetzt intensiver um das Thema kümmern. Dabei sehen wir eine klare Aufgabenteilung: Das Land und die Stadt sollen den professionellen Teil der Bewerbung übernehmen. Der Verein will die Bevölkerung der Stadt und des Umlandes für die Welterbeidee begeistern.

Wie wollen Sie das erreichen?

Wir haben die vergangenen Monate zunächst genutzt, um effektiv arbeiten zu können. Neben einer Strategie und einem Programm haben wir uns um die Einrichtung einer Geschäftsstelle bemüht. Die ist ab dem kommenden Monat arbeitsfähig. Dann haben wir endlich eine Internet-Adresse und einen ständigen Arbeitspartner. Der Sitz dieser Geschäftsstelle wird gleich neben der Stadtmarketinggesellschaft sein, so dass wir dorthin schon mal eine gute Kommunikation auf kurzem Wege haben werden. Möglich wurde das, weil wir nicht nur die Unterstützung unserer „normalen“ Mitglieder haben, sondern auch eine ganze Reihe von Unternehmen zur Unterstützung gewinnen konnten.

Gibt es bereits konkrete Vorhaben für die nächste Zeit?

Nach intensiver Diskussion haben wir für 2016 drei Schwerpunkte herausgearbeitet. Gemeinsam mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und anderen Kulturinstitutionen wie dem Mecklenburgischen Staatstheater wollen wird die Orte „bespielen“, die zum Residenzensemble gehören und so diese Stätten der Bevölkerung näherbringen. Das Thema Welterbe soll dabei beispielsweise durch Schautafeln untermauert werden. Wir wollen nicht viel reden, sondern die Leute die potenziellen Welterbestätten selbst erleben lassen. Außerdem werden wir einen Wettbewerb für Schüler und Studenten ausloben. Dabei soll die Bedeutung des Residenzensembles für Mecklenburg im 19. Jahrhundert dargestellt werden. Und dann planen wir für Oktober oder November kommenden Jahres eine Veranstaltung, bei der der Stand der Dinge in Sachen Welterbebewerbung dargestellt werden soll.

Wie schätzen Sie die Chancen ein, dass das Schweriner Residenzensemble auf die Unesco-Welterbeliste kommt?

Sie sehen mich ausgesprochen optimistisch. Aber es liegen noch drei bis fünf Jahre intensiver Arbeit vor uns.

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