Andreas Gabalier in Schwerin : „Hulapalu“ in der Kongresshalle

Andreas Gabalier lässt sich gerne, so wie hier in Schladming, mehr als eine Stunde nach Konzertende noch von seinen Fans feiern.
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Andreas Gabalier lässt sich gerne, so wie hier in Schladming, mehr als eine Stunde nach Konzertende noch von seinen Fans feiern. Fotos: Maik Freitag

Österreichischer Musiker Andreas Gabalier kommt am 8. November 2018 nach Schwerin

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08. September 2017, 05:00 Uhr

Mehr als 155 000 Menschen hörten und sahen sich in den vergangenen zwei Wochen die letzten vier Open-Air-Konzerte des österreichischen Musikers Andreas Gabalier in diesem Jahr an. Beim Heimspiel auf der Schladminger Planai, dem Ski-WM-Stadion von 2013 (an zwei Tagen jeweils 30 000 Besucher), der Hamburger Trabrennbahn (17 000) und dem Hockenheimring (80 000) begeisterte der selbsternannte „VolksRock ’n’ Roller“ mit Liedern im steirischen Dialekt. Jetzt wurde bekannt, dass sich auch die Fans im Nordosten auf den Senkrechtstarter freuen können. Am 8. November 2018 kommt Andreas Gabalier im Rahmen seiner Hallentour 2018 in die Schweriner Sport- und Kongresshalle und rockt vor etwa 7000 Gästen. In den ersten 24 Stunden des am 3. September gestarteten Vorverkaufs wurden bereits mehr als 1000 Karten verkauft.

Zwei Wochen vor seinem dann 35. Geburtstag (21. November) wird der ehemalige Student der Rechtswissenschaften den Besuchern sein im September 2015 erschienenen Titel „Hulapalu“ um die Ohren schmettern und zum Mitsingen animieren.

„Hulapalu“ hauchte ihm nach eigenen Aussagen einst seine Freundin Silvia Schneider ins Ohr, als er sie nach Hause begleitete und vor der Tür mit den Worten „So schnell, lieber Andy, geht das nicht mit dem Hulapalu“ verabschiedete und Gabalier den alleinigen Heimweg antreten musste. Bis heute soll sie ihm nicht erklärt haben, was „Hulapalu“ bedeutet, erklärte der Musiker einst.

Andreas Gabalier ist das zweitälteste Kind von Wilhelm und Huberta Gabalier. Bereits 2006 und 2008 musste der Musiker schwere Schicksalsschläge verarbeiten. Erst beging sein Vater Suizid, dann seine jüngere Schwester. Das verarbeitete er unter anderem in dem Lied „Amoi seg’ ma uns wieder“. Dieses Lied spielt Gabalier in jedem seinen Konzerte voller Hingabe und ließ zuletzt in Hamburg und auf dem Hockenheimring zehntausende Menschen regelrecht verstummen. Nach den eher beschwingten Liedern „I sing a Liad für di“ und eben dem „Hulapalu“ bedeutete das eine emotionale Rundreise während der fast dreistündigen Konzerte, die aus vielen Liedern seiner aktuellen CD „Mountain Man“ besteht.

Auch seine heimischen Fans wissen „ihren Andy“ zu schätzen. „Er ist der einzige Österreicher, der es im Sommer schafft, 60 000 Menschen in ein Skigebiet zu holen“, erklärte einer der Pensionsbetreiber. Gerade 15 000 Betten habe die Region um Schladming zu bieten. Während seines zweiten „Heimspiels“ nach 2016 war die Region um die beiden Konzerte am 25. und 26. August für eine ganze Woche ausgebucht. Vier Tage später holte Gabalier das zwei Monate zuvor ausgefallene Hamburger Konzert 1000 Kilometer entfernt nach. Wieder kamen 17 000 Menschen.

Aber der Künstler ist nicht nur Musiker, auch politisch eckt der 33-Jährige hin und wieder mal an. Gabalier sang am 22. Juni 2014 beim Großen Preis von Österreich die österreichische Bundeshymne in der bis 2012 gültigen Version mit der Zeile „Heimat bist du großer Söhne“ ohne die 2012 gesetzlich festgelegte geschlechtergerechte Änderung und erntete dafür Kritik. Er forderte im Zusammenhang damit eine Rückkehr zum alten Text. Immer wieder spricht der Musiker dieses Thema auf seinen Konzerten an und erntet für seinen Einsatz positiven Applaus.

Von dem musikalischen Können des urigen Steirers können sich die Fans nun auch am 8. November 2018 in Schwerin überzeugen.


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