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Wie Shakira – Zumba verbindet Tanz und Sport : Hüften kreisen zu Latinoklängen

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Der Trendsport Zumba bringt auch in MV Menschen zum Schwitzen – zum Beispiel in Neubrandenburg, wo die lizensierte Zumba-Trainerin Susanne Schulz Kurse gibt. Entstanden ist Zumba aus einer Notsituation heraus.

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erstellt am 12.Apr.2012 | 10:40 Uhr

Neubrandenburg/Eggesin | "Zumba!" tönt es aus den Lautsprechern. Auf der Bühne in der Neubrandenburger Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums gibt Trainerin Susanne Schulz die Schritte vor. Hundert andere Frauen tun es ihr nach. Zumba, ein neuer Fitnesstrend aus den USA, der Tanzen und Sport verbindet, hat Mecklenburg-Vorpommern erreicht: In Neubrandenburg, Eggesin, Greifswald, Stralsund, Rostock und rund um die Müritz lassen Kursteilnehmer die Hüften kreisen. Susanne Schulz ist die erste Trainerin, die in Mecklenburg-Vorpommern einen Zumba-Kurs angeboten hat. Das war Anfang 2010 in Neubrandenburg. Mittlerweile gebe es allein in der Stadt fünf lizenzierte Zumba-Trainer, sagt die 32-Jährige. Zumba heißt im Spanischen so viel wie "sich schnell bewegen", somit ist das Fitnessprogramm ein Mix aus Party und Workout, der schnell die Pfunde purzeln lassen soll.

Hoch konzentrierte Gesichter gibt es auch bei den Teilnehmern der Zumba-Party im Eggesiner Sportcenter Move. Die Frauen und Männer versuchen zwischen Palmen-Deko und bei Partylicht die Bewegungen nachzuahmen, die ihnen die kleine energiegeladene Trainerin und die vier Mädchen aus ihrer "Zumba"-Tanzgruppe vormachen. Schulz - im türkisfarbenen Trainer-Shirt mit der Aufschrift "Zumba Instructor" und "Join the Party!" - beobachtet aufmerksam das Verhalten der Sportler. "Man darf das nicht zu schwer machen", sagt sie. "Wenn ich sehe, dass viele nicht mitkommen, vereinfache ich die Choreografie. Die Leute sollen Spaß haben", verdeutlicht sie.

Ansagen gibt sie nicht. "Beim Step-Aerobic heißt es: ,Vier - drei - zwei - eins’. Das ist beim Zumba anders. Da geht es um freies Bewegen. Manche mögen aber lieber Ansagen - typisch deutsch!", sagt Schulz, der gerade das freie Tanzen gefällt. Wer bei der Choreografie nicht mitkommt, bewegt sich im Rhythmus weiter und steigt bei der nächsten Schrittfolge wieder ein.

"Gar nicht so einfach", sagt Teilnehmerin Andrea Papke aus Leopoldshagen. Sie tanzt zum zweiten Mal Zumba. "Diesmal kann ich schon besser folgen." Salsa, Samba, Merengue und andere Latino-Tänze, in deren Rhythmus sich die Teilnehmer beim Zumba bewegen, haben jeweils eigene Grundschritte. Die kommen immer wieder vor, auch wenn jedes Lied beim Zumba eine eigene Choreografie hat.

Getanzt wird auch zu Hip-Hop, Rock’n’Roll, Swing und indischen Klängen. "Was wir dann daraus machen, ist uns überlassen", sagt Schulz. Die frühere Showtänzerin, die zudem mehr als elf Jahre Ballett tanzte, kombiniert am liebsten mit eigenen Schritten. Susanne Schulz tanzt fast jeden Tag Zumba. Die braunhaarige Brillenträgerin gibt montags bis freitags Kurse in Neubrandenburg, an manchen Tagen sogar zwei. "Ich geh darin auf. Ich liebe Zumba über alles", sagt die Fitnessfachwirtin. 70 bis 100 Teilnehmer kämen in der Regel zu einem Kurs. Das Workout ist für jedermann gedacht und dennoch sind Frauen in den meist 60- bis 90-minütigen Kursen deutlich in der Überzahl.

In Eggesin, wo bisher kein Kurs angeboten wird, soll am 28. April im "Move" zum dritten Mal eine Zumba-Party steigen. Im Unterschied zu manchen Kursen in Fitness- oder Tanzstudios steht die Party ohne Anmeldung und Clubmitgliedschaft allen offen. Andrea Papke will wieder mit dabei sein: "Mir gefällt die Kombination aus Tanzen und Fitness - und natürlich die Musik", sagt sie. Inzwischen habe sie auch ihre Schwester und Nichte mit Zumba infiziert. "Mal sehen, wer beim nächsten Mal noch mitkommt."

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