zur Navigation springen

Protest in Gadebusch : Howest erhält Widerspruch aus der SPD

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gadebuscher Bürgermeister nach Parteiaustritt in der Kritik: Streit um den Austrittsgrund

Um den Austritt des Gadebuscher Bürgermeister Ulrich Howest aus der SPD ist ein politischer Streit zwischen dem ehemaligen Sozialdemokraten und dem Vorsitzenden der SPD-Fraktion im Landtag, Norbert Nieszery, entbrannt. Howest hatte seinen Parteiaustritt am 18. Juli u.a. damit erklärt, dass er auf einen offenen Brief zum Thema Windkraft an alle Landtagsfraktionen nicht eine Reaktion oder einen Anruf erhalten habe, auch nicht aus seiner eigenen Partei. „Das zeigt mir, dass Ehrenamtliche, die nicht auf Parteilinie sind, ignoriert werden“, sagte er unserer Redaktion.

Das wollte Niezery nicht unwidersprochen lassen. Howest verdrehe Fakten und stelle falsche Zusammenhänge her. „So habe ich Ulrich Howest auf seinen im Juni bei mir eingegangen Brief zum Windpark Gadebusch-Süd am 12. Juli umfangreich geantwortet.“ Zudem habe Nieszery in all den Jahren seiner Amtszeit kontinuierlich im Kontakt mit Howest gehabt und sei mehrmals in Gadebusch gewesen.

Dem wiederum widersprach gestern der Gadebuscher Bürgermeister. Er habe „definitiv“ Nieszerys Brief nicht vor dem 19. Juli in der Hand gehabt, am 14. Juli sei er ausgetreten, sagte er. Zudem habe der SPD-Fraktionschef den Gadebuscher Bürgermeister „2009 oder 2010“ aufgesucht, das sei schon lange her. „Selbst wenn Herr Nieszery Gadebusch später besucht hat, dann war ich nicht dabei.“

Howest ist seit 14 Jahren Bürgermeister, hat sich aber in jüngster Zeit in der Flüchtlingsfrage und bei der Planung eines Windparks mit seiner Partei überworfen. Nieszery: „Ich bedaure den Entschluss. Letztendlich ist die Entscheidung aber konsequent, da er sich schon seit Jahren von der Basis der SPD in der Region entfernt hat und sein Agieren von vielen Mitgliedern kritisch gesehen wird. “

 



 

zur Startseite

von
erstellt am 29.Jul.2016 | 21:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen