Ausgaben gestiegen : Hohe Gesundheitskosten in MV

Die Gesundheitsausgaben sind im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen.

Die Gesundheitsausgaben sind im vergangenen Jahr sprunghaft angestiegen.

Das Gesundheitsministerium verweist auf den größeren Anteil älterer Menschen im Nordosten als Ursache für die höheren Kosten: Ältere Menschen benötigen mehr Pflege und haben häufiger mehrere Krankheiten.

svz.de von
10. Oktober 2018, 16:50 Uhr

Die Gesundheitskosten in Mecklenburg-Vorpommern sind überdurchschnittlich hoch. Im Jahr 2016 schlugen je Einwohner 4428 Euro zu Buche, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch in Schwerin mitteilte. Bundesweit waren es nur 4330 Euro.

Die Gesundheitsausgaben stiegen binnen eines Jahres um 3,6 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Dies entsprach 17,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts - bundesweit sind es nur 11,3 Prozent vom BIP.

An den gesamtdeutschen Gesundheitsausgaben von 356,5 Milliarden Euro hatte Mecklenburg-Vorpommerns demnach einen Anteil von zwei Prozent.

Die ältere Bevölkerung verursacht höhere Ausgaben

Zwei Drittel der Ausgaben (65,8 Prozent) schulterte die Gesetzliche Krankenversicherung, gefolgt von der Pflegeversicherung mit elf Prozent. Bundesweit entfielen auf die Pflegekasse nur 8,3 Prozent, was den Schluss nahelegt, dass ein Grund für die höheren Gesamtausgaben im Nordosten die ältere Bevölkerung ist. In die Rechnung fließen auch Ausgaben von Anderen für die Gesundheit ein, wie die von Privatpersonen, öffentlicher Hand, Unfall- und Rentenversicherung.

Das Gesundheitsministerium in Schwerin bestätigte, dass der größere Anteil der älteren Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern verantwortlich ist für die höheren Gesundheitskosten. Ältere Menschen benötigen mehr Pflege und hätten häufiger mehrere Krankheiten. Das führe zu Mehrkosten. Die Sprecherin betonte: „Für das Gesundheitsministerium steht die medizinische Versorgung der Menschen im Vordergrund, darauf haben Patienten ein Anrecht.“

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