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Hansa Rostock : Hofmann: „Boden ins Fass gefügt"

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Als Hansas Vorstandschef Hofmann Ende Mai 2010 das Ruder bei den Ostseestädtern übernahm, lag der Club am Boden. Sonntag wird die Saison 2010/11 ausgewertet.

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erstellt am 10.Nov.2011 | 06:54 Uhr

Rostock | Hansas Vorstandschef Bernd Hofmann rechnet am Sonntag mit einer eher ruhigen und harmonischen Mitgliederversammlung, wird sich möglichen kritischen Diskussionen mit seinen Vorstandskollegen aber stellen. "Wir werden Bericht über die Saison 2010/11 erstatten und diesbezüglich alles auflisten, was wir getan haben. Letztlich war es ein erfolgreiches Jahr, dass mit dem Aufstieg endete. Daher gehe ich auch davon aus, dass unsere Mitglieder dies würdigen und uns entlasten werden. Natürlich werden wir auch auf die aktuelle Situation eingehen sowie Rede und Antwort stehen", sagte der 42-Jährige.

Als Hofmann Ende Mai 2010 das Ruder bei den Ostseestädtern übernahm, lag der Club am Boden: sportlich erstmals in der Vereinsgeschichte nur noch drittklassig und finanziell brannte es an allen Ecken und Enden. Doch gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Stefan Beinlich (Sport), Sigrid Keler (Finanzen) und Dr. Peter Zeggel (Marketing) brachte er die Rostocker wieder auf Kurs. "Wir haben die finanzielle Situation des Vereins im Griff, wenngleich natürlich noch einige Baustellen zu beseitigen sind, wie zum Beispiel die Steuerschuld. Aber uns allen ist es zusammen gelungen, einen Boden ins Fass zu fügen. Wir können die Risiken und Chancen genau abwägen", erklärte der Hansa-Boss.

Dennoch gelang es auch ihm nicht, schwarze Zahlen zu schreiben. Die Bilanz der Vorsaison wird einen Fehlbetrag von rund 500 000 Euro aufweisen. Dies hat aber einen angenehmen Hintergrund. "Wir haben die ,schwarze Null’ zwar nicht erreicht. Das hängt aber mit dem Aufstieg und den dazu gehörigen Prämien zusammen. Wären wir nicht aufgestiegen, hätten wir unsere finanzielle Vorgabe geschafft. Aber wir haben diese Beträge natürlich gerne gezahlt", verriet Hofmann.

Für diese Saison planen die Ostseestädter sogar mit einem kleinen Überschuss. Und dass, obwohl sie in der Winterpause auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegen und die Mannschaft verstärken wollen. "Wir haben die Situation analysiert und erkannt, wo unsere Schwächen sind. Daher werden wir im Offensivbereich etwas tun. Manager Stefan Beinlich und Coach Peter Vollmann sind derzeit dabei, entsprechende Gespräche zu führen und die Weichen zu stellen", so der Vorstandsvorsitzende.

Eine etwaige Trainerdiskussion aufgrund der mageren Punkteausbeute, wenngleich die Norddeutschen derzeit Nichtabstiegsrang 15 belegen, gibt es beim FC Hansa derzeit nicht. "Man muss sich natürlich den Fragen stellen, aber auch wenn wir erst einen mickrigen Sieg sowie acht Unentschieden holten, konnte man in den Spielen sehen, dass die Mannschaft funktioniert und vieles momentan einfach eine Kopfsache ist."

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