DGB : Höherer Mindestlohn: 146 000 Menschen in MV profitieren

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04. Mai 2017, 21:00 Uhr

Der Nordosten profitiert nach Erhebungen des DGB wegen seines niedrigen Einkommensniveaus besonders vom gesetzlichen Mindestlohn. 146 000 Beschäftigte hätten in Mecklenburg-Vorpommern Vorteile davon, während es in Schleswig-Holstein 128 000 und in Hamburg rund 72 000 seien, teilte der DGB Nord gestern in Hamburg mit. Der Mindestlohn war zu Jahresbeginn von 8,50 auf 8,84 Euro gestiegen.

Zum 1. Mai sind dem Gewerkschaftsbund zufolge auch in einigen Branchen die Mindestlöhne angehoben worden. Den Angaben zufolge müssen jetzt im Gerüstbauerhandwerk mindestens 11 Euro pro Stunde gezahlt werden. Im ostdeutschen Maler- und Lackiererhandwerk stieg der Mindestlohn für Fachkräfte auf 11,85 Euro, im Westen auf 13,10 Euro. Ungelernte Arbeitskräfte erhielten nun bundesweit einen Stundenlohn von mindestens 10,35 Euro.

Der DGB Nord mahnte mehr Kontrollen der Arbeitgeber durch den Zoll an, damit die Lohnuntergrenzen auch eingehalten werden.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) müsse die versprochenen 1600 zusätzlichen Stellen beim Zoll schnell schaffen. „Wenn sich der Stellenaufbau fünf Jahre lang hinzieht, gucken viele Beschäftigte lange in die Röhre“, warnte der Vorsitzende des DGB Nord, Uwe Polkaehn. Die Zahl der Kontrollen gegen Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße sei bundesweit gesunken. „2016 wurden rund 40 000 Arbeitgeber überprüft – rund 3000 weniger als 2015“, sagte er.

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