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Arbeitsunfall in Rostock : Höhenretter wird selbst zum Opfer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

52-jähriger Rostocker stürzt acht Meter tief, als sich ein Kollege in seinen Seilen verhakt

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 20:32 Uhr

Ein Rostocker Feuerwehrmann der Wache 1 in der Südstadt ist gestern schwer verletzt worden. Bei einem Höhenrettungstraining wurden zwei Seile, mit denen der 52-Jährige sich gesichert hatte, zerschnitten. Er stürzte 8,35 Meter in die Tiefe. Dabei zog sich der Mann gravierende Verletzungen zu, sein Leben ist aber nicht in Gefahr. Er wird derzeit im Uniklinikum versorgt.

Als Mitglied eines vierköpfigen Teams von Feuerwehrmännern, die speziell als Höhenretter geschult sind, übte der Verunglückte am Schlauchturm auf dem Gelände in der Südstadt das Auf- und Absteigen. Er hing am Sicherheits- und Kletterseil auf Höhe des zweiten Obergeschosses und wollte durch ein Fenster im Stockwerk einsteigen.

Über dieses Fenster waren auch die Seile befestigt. „Die drei anderen Feuerwehrbeamten sind über die Seile rübergestiegen“, sagt Isabel Wenzel, Sprecherin des Polizeipräsidiums. Sie wollten im Turm weiter hochgehen. Beim Übersteigen verhakte sich einer der drei mit seinem Spezialmesser für den Einsatz in den Seilen. „Das Messer hat sie wie Butter durchtrennt“, sagt Wenzel.

Der 52-Jährige stürzte sofort zu Boden. „Es ist eine Verkettung unglücklicher Umstände – ein Unfall“, sagt die Präsidiumssprecherin weiter. Die Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung. Die Stadt will nach einer Prüfung des Unfalls Konsequenzen für den Arbeitsschutz bei Übungen ziehen.


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