Folgen der Unwetter in MV : Hitze, Gewitter und Sturm – Wetter der Extreme

Gleich mehrmals schlugen Blitze am Wochenende ein.
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Gleich mehrmals schlugen Blitze am Wochenende ein.

Erst wurde es richtig heiß, dann kamen die Stürme – die Folgen des Unwetters im Überblick

Blitzeinschläge, umgeknickte Bäume, vollgelaufene Keller und Hitze – das Wetter sorgte in den vergangenen Tagen für einige Schäden im Land. Die Feuerwehren waren im Dauereinsatz. Vorerst bleibt das Wetter wechselhaft.

Grosse Hitze

Gut beraten war, wer am Wochenende in der kühlen Wohnung oder im eigenen Pool blieb. Doch zahlreiche Veranstaltungen lockten die Menschen nach draußen. Nicht immer ohne Folgen. Allein beim Elbebadetag in Wittenberge mussten am Samstag bei 38 Grad im Schatten gut 30 Personen mit Kreislaufbeschwerden behandelt werden. Vier von ihnen wurden stationär aufgenommen. Noch schlimmer traf es einen LKW-Fahrer in Rostock. Der 65-Jährige erlitt während seiner Tour einen Hitzschlag und fuhr ungebremst in das Tor einer Kleingartenanlage. Verletzt wurde niemand.

Umgeknickte Bäume

Auf die große Hitze folgten Unwetter. Massive Sturmböen verursachten in den vergangenen zwei Nächten Schäden entlang der Bundesstraßen. Am Samstag stürzte auf dem Marienplatz ein Baum auf die Leitung der Straßenbahn und legte den Schienenverkehr für mehrere Stunden lahm. In Krossebade bei Friedrichsruhe stürzte ein Baum auf ein Haus. Verletzt wurde niemand. Auf der B5 bei Redefin konnte ein VW-Fahrer nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in einen hinabstürzenden Ast. Der 62-Jährige kam mit dem Schrecken davon. Wegen der Folgen des Unwetters waren einige Verbindungen der Deutschen Bahn noch bis gestern gestört.

Überflutete Keller

Durch den Platzregen wurden nicht nur Straßen überschwemmt, in einigen Orten, wie in Wittenburg, mussten die Wehren ausrücken, um Keller auszupumpen.

Blitzeinschläge

In eine Scheune schlug ein Blitz in Groß Teetzleben im Kreis Mecklenburgische Seenplatte ein und zerstörte eine Lagerhalle für Landwirtschaftsmaschinen. Die Löscharbeiten dauerten bis gestern früh an. In Lübz schlug ebenfalls in der Nach zu gestern ein Blitz in das Umspannwerk der Wemag ein und verursachte einen Brand an den Transformatoren. In Beckendorf bei Lübz setzte ein Blitz einen Hausvorbau in Brand. Ein Nachbar konnte mit einem Feuerlöscher die Flammen noch vor Eintreffen der Wehr löschen. Ein Blitz schlug vorgestern außerdem in einen Kastanienbaum in Hagenow ein und beschädigte drei darunter parkende Autos.

Aussichten

Das Wetter bleibt laut Deutschem Wetterdienst wechselhaft. Während es heute tagsüber sonnig und bis zu 30 Grad warm werden kann, ist in der Nacht wieder mit Gewittern und teils kräftigen Stürmen zu rechnen. Bis Donnerstag sinken die Temperaturen auf 16 bis 19 Grad. Dann sind auch tagsüber vermehrt Schauer, Gewitter sowie Stürme möglich.

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