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Landesweit erste Fusion vollzogen : Historisches Ereignis der CDU

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Was so manch Außenstehender im Vorfeld vielleicht ahnte, und das Gros der Insider dagegen mit ziemlicher Sicherheit erwartete, ist eingetreten: Die CDU-Kreisverbände Ludwigslust und Parchim gibt es nicht mehr.

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erstellt am 27.Nov.2011 | 05:33 Uhr

Wittenburg | Was so manch Außenstehender im Vorfeld vielleicht ahnte, und das Gros der Insider dagegen mit ziemlicher Sicherheit erwartete, ist eingetreten: Die CDU-Kreisverbände Ludwigslust und Parchim gibt es nicht mehr. Sie haben sich am Freitag im Alpincenter Hamburg-Wittenburg aufgelöst. Sie blieben nicht lange verschwunden: Am gleichen Abend fusionierten sie auf einem gemeinsamen Gründungsparteitag zu einem neuen Kreisverband. Er trägt, wie es mehrmals hieß, den Arbeitstitel Ludwigslust-Parchim.

Ob es für jedermann eine Liebesheirat war, scheint angesichts sehr weniger Enthaltungen und Nein-Stimmen eher zweifelhaft. Von einer Zwangshochzeit wollte niemand wirklich reden, stattdessen vielmehr von einer Vernunftehe, mit der die Christdemokraten auf die Landkreisneuordnung gemäß des Beschlusses des Landesvorstandes der CDU reagierten. 19.30 Uhr verkündete der Generalsekretär und Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion MV das Ergebnis. Von den 200 anwesenden Delegierten stimmten 188 für den Zusammenschluss, erklärte Vincent Kokert und fügte hinzu, dass bei diesem überwältigenden Ergebnis der landesweit ersten vollzogenen Fusion gern geklatscht werden dürfe. Applaus brannte auf.

Es gab noch einmal Beifall. Das war bei der Wahl der Vorsitzenden des Kreisverbandes, in den die Christdemokraten aus den Altkreisen Ludwigslust und Parchim jeweils knapp 400 Mitglieder einbringen. Das Bundestagsmitglied Karin Strenz aus Sehlsdorf war die einzige Kandidatin und wurde mit über 85,5 Prozent der Stimmen gewählt. Zu den ersten Gratulanten zählten ihre Stellvertreterin Maika Friemann-Jennert, ihr Kollege in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dietrich Monstadt und der Landesvorsitzende der Christdemokraten Lorenz Caffier. Er bezeichnete die Beteiligung am ersten Fusionsparteitag der Landes-CDU als ein starkes Signal. Der Parteitag in Wittenburg habe nicht nur die Fusion der ehemaligen CDU-Kreisverbände Ludwigslust und Parchim auf der Tagesordnung gehabt, sondern ebenso die Wahl eines neuen Kreisvorstandes. "Mehr als 200 Mitglieder unserer CDU wohnten dem historischen Ereignis bei. Diese rege Teilnahme von jungen und älteren Mitgliedern war ein anschauliches Signal für die Lebendigkeit unserer CDU. Mit diesem Elan müssen wir nun auch die

Chancen, die sich aus den Fusionen ergeben, nutzen", betonte er.

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