Vogelgrippe : Hinweis auf H5N8-Erreger

Die Suche nach der Herkunft des H5N8-Erregers geht weiter.
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Die Suche nach der Herkunft des H5N8-Erregers geht weiter.

Geflügelpest-Virus ist eng mit dem Südkorea-Erreger verwandt

Nach dem Ausbruch der Geflügelpest im vorpommerschen Heinrichswalde haben die Behörden erste Hinweise auf die Herkunft des H5N8-Erregers. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Insel Riems weist das in Vorpommern gefundene Virus eine hohe Verwandtschaft mit dem in Südkorea auftretenden Erreger auf.

Die Untersuchungen des Erbguts seien aber noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin des FLI. Unklar bleibt weiter, wie der Erreger in den Bestand in Heinrichswalde mit 31 000 Mastputen gelangt ist. Die Auswertungen von Wildvogelproben liefen weiter. „Wir wissen aus unseren Erfahrungen, dass oftmals die genauen Ursachen für den Eintrag nicht ermittelt werden können, weil die Kausalketten nicht mehr erkennbar sind“, sagte FLI-Sprecherin Elke Reinking gestern. Am Wochenende wurde die Tötung des Nutzgeflügels im drei Kilometer großen Sperrbezirk abgeschlossen. Alle 800 Proben seien inzwischen ausgewertet. Bis auf die Proben im betroffenen Bestand in Heinrichswalde waren alle negativ, sagte Kreisveterinäramtsleiter Holger Vogel. „Das heißt, wir haben bisher keinen weiteren Primärherd gefunden.“ Selbst wenn alle in Heinrichswalde und dem Umkreis gesammelten Wildvogelproben negativ sind, kann daraus nicht geschlossen werden, dass Wildvögel nicht für den Eintrag verantwortlich sind. Denn schon ein Vogel reiche für den Eintrag des Erregers aus, sagte FLI-Sprecherin Reinking. Fachkräfte untersuchen inzwischen Kleinhaltungen und Schlachtbetriebe im Zehn-Kilometer-Beobachtungsgebiet. Für die Geflügelhalter in einem Radius von 50 Kilometern und in Regionen mit bekannten Wasserrastplätzen an Binnenseen und an der Ostseeküste gilt weiter die Stallpflicht. Über die Aufhebung des Sperrbezirks und die Umwandlung in eine Beobachtungszone könne erst nachgedacht werden, wenn alle Proben ausgewertet und negativ seien. Zudem müsse der Stall desinfiziert und abgenommen werden. Danach gelte eine 21-tägige Karenzzeit.

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