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Mecklenburg-Vorpommern : Hilfen für Kinder werden zu wenig genutzt

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Die Länder haben das Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für ärmere Familien nur teilweise genutzt. Im Durchschnitt wurden 40 Prozent der Mittel nicht abgerufen. Aus MV liegen noch keine genauen Zahlen vor.

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erstellt am 02.Apr.2013 | 07:41 Uhr

Schwerin | Die Länder haben das Geld aus dem Bildungs- und Teilhabepaket für ärmere Familien im vorigen Jahr nur teilweise genutzt. Im Durchschnitt wurden einem Bericht des Senders NDR Info zufolge 40 Prozent der Mittel nicht abgerufen. Aus MV lagen gestern noch keine genauen Zahlen vor, sagte ein Sprecher des Sozialministeriums. Es sei ein erheblicher Aufwand, die Statistiken zu erstellen. Das werde frühestens in der nächsten Woche der Fall sein. Die Länder sollten bis zum 31. März die Verwendung der Mittel an das Bundessozialministerium melden. Nicht verbrauchte Mittel müssen zurückgezahlt werden. MV erhielt dem Sprecher zufolge 2011 und 2012 jeweils etwa 44 Millionen Euro aus dem Paket.

2012 sei nach den bisher vorliegenden Daten der Abruf im Vergleich zu 2011 deutlich von rund 50 Prozent auf schätzungsweise 66 Prozent gestiegen. So sei für die Schulsozialarbeit 2011 etwa eine Million Euro ausgegeben worden, 2012 seien es zwei Millionen gewesen. Damit seien im Vorjahr 75 zusätzliche Stellen für Schulsozialarbeiter geschaffen worden. Von den 44 Millionen pro Jahr sollen 21 Millionen direkt an betroffene Familien, darunter für Nachhilfe, die Mitgliedschaft in Sportvereinen oder Klassenfahrten gehen.

Im Dezember 2012 hatte der Bundesrat auf Initiative von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt beschlossen, den Umgang mit dem Bildungs- und Teilhabepaket deutlich zu vereinfachen. Das gilt zum Beispiel für die Abrechnung von Fahrten mit dem Schulbus.

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