Landesbaupreis : Hightech in alten Gemäuern

Kulturquartier Neustrelitz: denkmalgeschütztes Areal mit altem Postamt und neuen sachlichen Zusatzbauten Fotos: Ministerium
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Kulturquartier Neustrelitz: denkmalgeschütztes Areal mit altem Postamt und neuen sachlichen Zusatzbauten Fotos: Ministerium

Kulturquartier Neutrelitz und Klosterkirche Dargun mit Landesbaupreis ausgezeichnet

svz.de von
16. Juni 2016, 21:00 Uhr

Sie sorgen für architecktonische Abwechslung in MV: Mit den sachlichen Zusatzbauten haben es Bauherr, Architekten und Planer in Neustrelitz geschafft, das 1901 als Kaiserliches Postamt im Zentrum der Kleinstadt errichtete denkmalgeschützte Areal als Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zu entwickeln. In Dargun im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist es den Baufachleuten gelungen, in der Klosterkirche der Stadt einen modernen aber zugleich traditionellen Ort entstehen zu lassen, an dem Hightech-Material und moderne Lichttechnik die alten Mauern zu einem modernen Veranstaltungsraum wandeln ließ, in dem heute Konzerte, Vernissagen und Kongresse stattfinden – zwei herausragende Bauprojekte, die gestern in Schwerin mit dem diesjährigen in zwei Kategorien ausgelobten Landesbaupreis Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurden. Es seien Projekte ausgezeichnet worden, „die ästhetisch, funktional und wirtschaftlichen hohe Qualitätsansprüche erfüllen“, bescheinigte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) den Preisträgern. Bei den Projekten sei beeindruckend, wie sich historische Gebäude in das moderne Hier und Heute einpassten.

Insgesamt hatten sich 52 Bauherren und Architekten mit 52 Projekten für den in diesem Jahr zum zehnten Mal vergebenen Landesbaupreis beworben, acht waren ins Finale gekommen. Die Spannbreite reichte von Schulen, Kindergärten, Gewerbebauten, wissenschaftlichen Forschungsgebäuden über Wohnhäuser, Freizeiteinrichtungen und Ferienhäuser bis hin zu Kirchen, einem Schlosspark und einem Fähranleger, erklärte Glawe. Zum zweiten Mal wurde dabei auch ein Publikumspreis vergeben, über den im Internet aus den acht Favoriten abgestimmt werden konnte. Gewonnen hat das Projekt zweier Ferienhäuser am Schifferberg in Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst der Berliner Architekten Sibylle Streck und Andrés Gorini. Das Feriendomizil ist aus einem früheren Wohnhaus und einem neuen Ferienhaus entstanden, die das „ursprüngliche Bild einer ländlichen Struktur ... geschickt in die Gegenwart übertragen“, hieß es. Über 600 Stimmen seien für die acht Finalisten abgegeben worden, ein Viertel hatte sich für die beiden Ferienhäuser entschieden, teilte das Wirtschaftsministerium mit.

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