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Friedrich-Loeffler-Institut startet schrittweise Betrieb auf Riems : Hightech-Forschung auf Weltniveau

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Nach drei Jahren Bauzeit wird das neue Bundesinstitut zur Erforschung von Tierseuchen nun Schritt für Schritt in Betrieb genommen. In 39 der 89 Labore wird bereits gearbeitet.

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erstellt am 11.Jul.2011 | 08:30 Uhr

Riems | In Folien eingeschweißte Möbel stapeln sich an einem Ende des Flures, am anderen Ende des Ganges setzen Forscher in den Laboren bereits Zellkulturen für die nächsten Versuche an. Der Kontrast im neuen Forschungskomplex des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Ostseeinsel Riems könnte kaum größer sein. Nach drei Jahren Bauzeit wird das neue Bundesinstitut zur Erforschung von Tierseuchen nun Schritt für Schritt in Betrieb genommen. In 39 der 89 Labore, deren große Fensterfronten einen Blick auf die vorpommersche Boddenlandschaft eröffnen, wird bereits gearbeitet.

Rund 300 Millionen Euro investierte der Bund in den Hochsicherheitsbau, der mit seinen Laboren der weltweit höchsten Sichersheitstufe L4 Deutschland in die Spitze der internationalen Tierseuchenforschung katapultieren soll. Nur im kanadischen Winnipeg und dem australischen Geelong können - wie auch auf dem Riems - Großtierversuche mit Erregern durchgeführt werden, die für den Menschen tödlich sind. Der sensibelste Bereich soll laut FLI-Präsident Thomas Mettenleiter als Letztes im Jahr 2013 in Betrieb gehen. Die ersten Forschungsvorhaben für diesen Bereich stehen bereits jetzt fest: "Wir werden uns zunächst mit dem Krim-Kongo-hämorrhagischen Fieber befassen, das auch für Europa Relevanz besitzt", sagt Mettenleiter.

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