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Ungewöhnliche Einsätze : Hier lacht selbst die Polizei

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Streifenwagen als Taxi und Opfer mit Filmriss / Mancher Polizeieinsatz, der mit einem Notruf begann, endete mit einem Schmunzeln

Seltsames kann im Alltag eines Streifenpolizisten passieren. Hier kommen die ungewöhnlichsten Einsätze, zu denen Polizeiinspektionen des Landes 2015 gerufen worden sind.

DIE LEBLOSE PERSON UND DAS KLAPPERGERÄUSCH

In Schwerin beobachtet eine Frau Ende Januar, wie eine Person regungslos im Kofferraum eines Autos liegt, ein Mann die Kofferraumklappe schließt und losfährt. Sie befürchtet das Schlimmste, verfolgt den Wagen und alarmiert zugleich die Polizei.

Als es den Beamten gelingt, das Auto zu stoppen, liegt wirklich ein Mann im Kofferraum – ein Kfz-Mechatroniker, der ein „Klappergeräusch“ lokalisieren wollte.

DER POLIZEI DAS KENNZEICHEN GEKLAUT

Während eines Polizei-Einsatzes in einer Wohnung im Februar in Rostock schrauben Diebe das Nummernschild vom Streifenwagen und verschwinden damit. Da es sich um ein auffälliges Kennzeichen mit der Länderkennung MVL handelt, glauben die Beamten nicht, dass sie es an einem anderen Auto wiederentdecken werden. Der Streifenwagen kann wegen des fehlenden Kennzeichens eine Zeitlang nicht genutzt werden.

EINBRUCHSVERDACHT VOR SILBERHOCHZEIT

In Runow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) machen sich eines Nachts im Juli zwei junge Männer an einem Haus zu schaffen. Besorgte Nachbarn holen die Polizei, die mit zwei Streifenwagen anrückt. Die in flagranti Erwischten geben sich überrascht. Sie wollten doch nur das Haus mit Silberfolie dekorieren, weil die Bewohner Silberhochzeit feiern, sagen sie. Bei einem der Männer handelt es sich um den Sohn des Silberpaars, der andere ist ein Freund. Die Jubilare bekommen von der ganzen Aufregung nichts mit, so dass die Überraschung noch glückt.

STREIFENWAGEN ALS TAXI

Betrunken, kein Geld in der Tasche und einen langen Heimweg vor sich – für dieses Problem findet ein Betrunkener Anfang Dezember in Lübz (Landkreis Ludwigslust-Parchim) eine kreative Lösung. Unter dem Vorwand einer Schlägerei holt er per Notruf einen Streifenwagen. Die Beamten chauffieren den Mann, der mehr als 2,2 Promille Atemalkohol hat, tatsächlich nach Hause, damit er nicht auf noch verrücktere Ideen kommt. Allerdings muss er die Fahrt bezahlen und bekommt eine Anzeige wegen Notrufmissbrauchs.

OPFER MIT FILMRISS

Eine Frau auf Usedom alarmiert die Polizei, als sie an ihrem Haus ein kaputtes aufgehebeltes Badfenster und einen vom Fensterbrett gefallenen Blumentopf entdeckt. Als die Beamten die Anzeige aufnehmen, kommt eine Freundin der Frau und erinnert sie an die vorangegangene Nacht: Nach einer feuchtfröhlichen Feier war die Besitzerin nicht ins Haus gekommen, weil der Schlüssel von innen steckte. Ein Bekannter stieg durch das Fenster, um die Tür von innen zu öffnen.

DER BEI DEN WÖLFEN HOCKT

Im Schweriner Zoo müssen sechs Beamte und ein Zoo-Mitarbeiter im September einen Betrunkenen vom Zaun des Wolfsgeheges retten. Er wollte nach einer Party den Heimweg abkürzen. Als der Mann entdeckt, dass er den Wölfen zu nahe gekommen ist, bekommt er Angst und ruft die Polizei zu Hilfe.

NOCH MEHR TIERE

Unter Einsatz ihrer Pausenbrote fangen Polizisten auf dem Rastplatz Stolpe an der A24 einen fünf Tage lang vermissten Schäferhund. „Arak“ war seinem Frauchen auf dem Rastplatz entlaufen. Nach einigen Tagen taucht er dort wieder auf. Beamte locken den Hund mit Stullen und Bockwürsten erfolgreich in den Streifenwagen und bringen „Arak“ zurück zu seiner Besitzerin.

DIESE MÄNNER SEHEN GEFÄHRLICH AUS

Ende Mai, die Spargelsaison läuft auch Hochtouren, beobachtet ein Autofahrer an einer Straße bei Ludwigslust eine Gruppe bewaffneter Menschen, hält sie für einen Schlägertrupp und alarmiert die Polizei. Die rückt mit sechs Einsatzwagen an - und enttarnt die mit Messern und Stöcken ausgerüsteten 15 Leute als Spargelstecher auf dem Weg zur Mittagspause.

OPA ALS HASCH-BAUER

In der Nähe von Grabow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hebt die Polizei im März eine Cannabis-Plantage aus. Der Eigentümer ist ein 75-Jähriger, der nach eigener Aussage mit dem illegalen Anbau der Rauschpflanzen seine schmale Rente aufbessern will. Gegen den Mann wird Haftbefehl erlassen, denn es besteht Wiederholungsgefahr. Der alte Herr ist bereits zwei Jahre zuvor wegen Drogenhandels zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

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