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Undercover-Boss mit Maik Klokow aus MV : Heute Chef, morgen Praktikant

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Entertainment-Guru Maik Klokow wird zum Undercover-Boss. RTL schleust den Wismaraner bei „Starlight Express“ ein.

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erstellt am 14.Jan.2017 | 07:00 Uhr

Musical-König Maik Klokow ist kaum wiederzuerkennen: Vergilbte Zähne, kahl rasiert, untersetzter Bauch. Aus dem Firmenchef wird der arbeitslose Praktikant Jörn Walther. Der Inhaber der „Mehr! Entertainment“-Gruppe mit deutschlandweit rund 460 Mitarbeitern tauscht für das Format „Undercover Boss“ sein niegelnagelneues Sakko gegen das ausgeblichene Hemd. „Ich bin einfach ein zu neugieriger Mensch, um mir diese Gelegenheit nehmen zu lassen“, erklärt der gebürtige Wismaraner seine Motivation.

Normalerweise kümmert sich Klokow darum, dass seine sechs Theater, die unter anderem die Shows „Cats“, „Starlight Express“ und „Billy Elliot“ im Programm führen, reibungslos laufen. Nach dem Kostümwechsel versucht er sich unter anderem als „Dresser“. Um die Tarnung zu perfektionieren, lässt er sich sogar ein Ohrloch stechen. „Meine äußerliche Veränderung war extrem“, gibt Klokow zu, der nach der Verwandlung selbst von seiner eigenen Tochter nicht erkannt wurde. „Wir sind in einer Branche tätig, in der wir das Verkleiden und das Verstellen quasi zur Berufung gemacht haben. Ich war also der Meinung, dass mich jeder erkennen müsste. Und dann kam das Produktionsteam.“ Durch das Umstyling habe sich Klokows gesamtes Lebensgefühl verändert: „Ich sah nicht nur anders aus, ich habe mich auch anders bewegt und anders gesprochen.“

Ein Großteil der Aufnahmen stammen aus dem „Starlight Express“-Theater in Bochum. „Wir haben dort eine Produktion mit dem kompletten Backstagebereich, bedeutet Technik, Maske, Kostüm und was sonst noch alles dazu gehört“, begründet Klokow, dem vor allem der Auslug in die Rollschuh-Abteilung gefiel: „Man ist ganz nah dran an den Darstellern, um die Sicherheitschecks zu machen, und Rollschuhe laufe ich auch ab und an selber.“

Während der Dreharbeiten hätte Klokow erkannt, unter welchen, teils harten Bedingungen, seine Mitarbeiter schuften. „Oftmals fehlt es an Mut dem Chef etwas entgegenzusetzen oder mit ihm in eine kontroverse Diskussion über Missstände zu gehen“, bedauert er. „Nachdem ich festgestellt habe unter welchen doch schwierigen Verhältnissen einige Arbeiten von unseren Leuten gemacht werden müssen, habe ich entschieden, in einige Bereiche zu investieren, um die Tätigkeiten erheblich zu erleichtern.“ Zum Beispiel sei eine Klimaanlage in die Abendmaske installiert worden. Die dort untergebrachten Trockenöfen ließen die Temperaturen bis kurz vor der Vorstellung teilweise auf über 35 Grad ansteigen.

Maik Klokow ist nicht nur mit der Entertainment-Welt, sondern auch mit Mecklenburg-Vorpommern fest verankert – und das nicht nur, weil seine Familie dort lebt. Der Unternehmer betreibt gemeinsam mit seinem Vater und seinem Bruder die Firma „Klokow Industrietechnik“ mit Sitz in Parchim, ein Handelshaus für Schrauben-, Verbindungstechnik und Werkzeuge mit Filialen in Parchim, Schwerin und Lübeck. Zugleich engagiert er sich ehrenamtlich in der Mecklenburger AnStiftung mit Sitz in Wismar. Für Maik Klokow seien dies viele Gründe, immer mal wieder in die Heimat zu reisen. Doch zunächst unternimmt er einen Ausflug ins Fernsehen. Ob er als Undercover-Boss unerkannt bleibt, zeigt der Privatsender RTL am Montag um 21.15 Uhr.

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