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MMG Waren : Hersteller von Schiffsschrauben plant Kurzarbeit

vom
Aus der Onlineredaktion

Mit Kurzarbeit will der Hersteller der weltweit größten Schiffsschrauben – die Mecklenburger Metallguss GmbH (Waren) – die akute Auftragsflaute im Schiffbau überwinden. „Derzeit gibt es weltweit die wenigsten Schiffbauaufträge seit 26 Jahren“, sagte gestern MMG-Geschäftsführer Manfred Urban. Nach den Planungen sollen vom 13. März an alle Mitarbeiter 20 bis 25 Prozent weniger arbeiten. „Wir haben die maximal mögliche Zeit – ein Jahr – bei der Arbeitsagentur beantragt“, sagte Urban. Die Gießerei mit 225 Beschäftigten wolle die Kurzarbeit flexibel handhaben. „So haben wir im Sommer eine höhere Auslastung“, sagte der Geschäftsführer. Bis Herbst hoffe das Unternehmen auf weitere Aufträge.

Nach Angaben des Verbandes für Schiffbau und Meerestechnik (VSM, Hamburg) gingen die weltweiten Schiffbauaufträge von einem schon niedrigen Niveau 2015 bis 2016 noch einmal um 23 Prozent zurück.

MMG verzeichnete 2016 knapp 80 Millionen Euro Umsatz. 130 Propeller wurden ausgeliefert. 85 Prozent der Produktion geht nach Asien, wo die meisten Schiffe gebaut werden. Die Firma hatte bereits die Finanzkrise 2008 und ihre Folgen mit Hilfe von Kurzarbeit überstanden. Sie gehört zur Gießereigruppe DIHAG (Essen) mit elf Gießereien in Europa.

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