Zukunftspaket für Wirtschaft : „Herausforderungen wird Schlafwagentempo nicht gerecht“

<p>Es gibt noch eklatante Degfizite in Sachen Fachkräftegewinnung und Digitalisierung</p>

Es gibt noch eklatante Degfizite in Sachen Fachkräftegewinnung und Digitalisierung

Die Linke fordert mehr Tempo bei geplantem „Zukunftspakt“ für Wirtschaft

svz.de von
13. Juni 2018, 20:45 Uhr

Die oppositionelle Linke fordert von der Landesregierung eine engere Zusammenarbeit mit Gewerkschaften und Unternehmerverbänden, um dem Fachkräftemangel besser begegnen und der Digitalisierung mehr Schwung verleihen zu können.

Solch große Herausforderungen seien in der Vergangenheit regelmäßig im Bündnis für Arbeit und Fachkräftesicherung besprochen worden. „Seit den letzten Landtagswahlen hat sich jedoch nichts mehr getan. Das Signal steht auf Rot“, beklagte der Landtagsabgeordnete Henning Foerster am Mittwoch in Schwerin. Dabei zeigten sich in Pflege, Handwerk sowie im Hotel- und Gaststättengewerbe schon erhebliche Personallücken.

In der Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion teilte die Landesregierung mit, dass sie „eine Fortsetzung des früheren Bündnisses für Arbeit unter veränderter Aufgaben- und Zielstellung“ plane. Eine Auftaktveranstaltung sei für die zweite Hälfte 2018 geplant. Gespräche dazu habe es zu Jahresbeginn schon mit Vertretern des DGB Nord und des Unternehmerdachverbandes gegeben. Die Vereinigung der Unternehmensverbände hatte die Einrichtung eines „Zukunftspaktes Wirtschaft-Arbeit-Digitalisierung“ vorgeschlagen.

Foerster warf der SPD/CDU-Regierung vor, sie habe seit der Wahl im September 2016 fast zwei Jahre ungenutzt verstreichen lassen. „Den Herausforderungen in Sachen Fachkräftesicherung und Digitalisierung wird dieses Schlafwagentempo jedoch nicht gerecht“, sagte er. Themen wie Verkehrsinfrastruktur, digitale Transformation, duale Ausbildung,  Übergangs Schule-Beruf, Arbeitsbedingungen und Lohnentwicklung müssten dringend mit den Sozialpartnern diskutiert werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen