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Röbeler Seefest : Helfer im Einsatz attackiert, Rettungswagen schwer beschädigt - Festnahme

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Was sich in der vergangenen Nacht in Röbel abgespielt hat, kann man kaum in Worte fassen. In der Nacht zu Sonnabend ist ein offenbar betrunkener 32-jähriger Mann auf im Einsatz befindliche Rettungskräfte losgegangen.

svz.de von
erstellt am 23.Jul.2017 | 09:08 Uhr

Wie am Morgen bekannt wurde, behinderte der Mann die Besatzung des Rettungswagens gegen 3:45 Uhr  in der Straße der Deutschen Einheit in Röbel während der Versorgung eines Patienten auf dem dortigen Seefest. Der einschlägig polizeibekannte Mann legte sich erst auf die Straße, stand wieder auf und beschädigte den Außenspiegel des Rettungswagens.

Ein junges Pärchen schritt daraufhin ein und wurde selbst von dem Mann bedroht und angegriffen. Kurz darauf drehte sich der 32-Jährige um und sprang mit voller Wucht in die Front des Rettungsfahrzeuges. Der Fahrer des RTW konnte den Mann anschließend festhalten. Wenig später wurde der Mann von eintreffenden Polizeibeamten überwältigt und in Gewahrsam genommen. Am Rettungswagen entstand ein Schaden von etwa 2000 Euro.

Kreisbrandmeister Norbert Rieger verurteilte den Angriff auf die Rettungskräfte aufs Schärfste. "Wer Rettungskräfte im Einsatz attackiert, ganz gleich ob ehrenamtliche Kräfte oder hauptamtliche Mitarbeiter, der muss zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Norbert Rieger. "Verbale und körperliche Angriffe haben in den letzten Jahren dramatisch zugenommen", ergänzte Rieger.

Auch Andreas Bojarra, Leiter des DRK Rettungsdienstes im Landkreis Rostock, findet deutliche Worte. "Diese Übergriffe auf Rettungskräfte müssen streng geahndet werden. Laut Statistik des Bundeskriminalamtes, haben die Übergriffe in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Wir haben uns dafür entschieden, unsere Mitarbeiter auf diese Situationen vorzubereiten und entsprechend zu schulen", sagte Bojarra.

Übergriffe auf Rettungskräfte scheinen auch in Mecklenburg-Vorpommern kein Einzelfall zu sein. Insbesondere in den Sommermonaten erleben Rettungskräfte immer wieder Pöbeleien sowie verbale und sogar körperliche Attacken. Bisher gingen diese Übergriffe aber glimpflich aus.

Im konkreten Fall hat die Polizei eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und Widerstand gegen Personen die Vollstreckungsbeamte gleichstehen aufgenommen. Demnach wird auch bestraft, wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfeleistende der Feuerwehr, des Katastrophenschutzes oder eines Rettungsdienstes durch Gewalt oder durch Drohung mit Gewalt behindert oder sie dabei tätlich angreift.

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