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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 22:49 Uhr

Heilige-Geist-Straße - wie weiter?

vom

svz.de von
erstellt am 08.Feb.2012 | 09:46 Uhr

Perleberg | Ein ungewohnter Blick eröffnet sich dem Betrachter jetzt von der Heiligen-Geist-Straße Straße aus in Richtung Stepenitz. Dort, wo noch vor einigen Wochen die Ruine des ehemaligen Tabaklagers bzw. die Reste der alten Möbelfabrik alles andere als einen einladenden Eindruck vermittelten, hat man jetzt freie Sicht fast bis zum Fluss. Und daran wird sich auch nichts ändern, wenn hier ein neues Wohnquartier entsteht. Allerdings wird da noch etwas Zeit ins Land ziehen, ergänzt Klaus Neumann, Geschäftsführer der GWG Wohnungsgesellschaft Perleberg. Er rechnet mit Beginn der eigentlichen Bauarbeiten im September.

Der Abriss des Tabaklagers ist der Anfang, als nächstes sollen zwei Etagen des Seitenflügels Heilige-Geist-Straße 5a abgetragen werden. Der Bauantrag sei gestellt.

Drei- und Zweiraum-Wohnungen in einer ansprechenden Umgebung sollen in dem Komplex entstehen und damit einen Schandfleck beseitigen. Das ehemalige Wohnhaus in Sichtachse der Kirchstraße wie auch das angrenzende Ziegelgebäude sollen vom Keller bis zum Dach komplett auf Vordermann gebracht und mit Balkons und einem Fahrstuhl ausgestattet werden. "Wir bauen altengerecht", fügt Klaus Neumann an. Das dabei der Denkmalschutz mit im Boot sitzt, gebiete schon die Tatsache, dass man sich hier im Stadtsanierungsgebiet befinde. So ist das gesamte Vorhaben einschließlich des Abrisses mit der Denkmalbehörde abgestimmt. Auch der Seitenflügel, ein Backsteinbau mit langen Rissen im Mauerwerk, soll nun noch teilweise abgetragen werden. Allerdings nur bis zur ersten Etage, "um die Sichtkante zu erhalten", erläutert Neumann. Das Ganze solle als Nebengelass für die künftigen Mieter hergerichtet und gleichfalls saniert werden. Ob letztlich aber zwei Etagen oder nur eine zurückgebaut werde, darüber wolle man noch reden, denn der Altstadtverein plädiere für letztere Variante. "Gegeneinander zu agieren bringt nichts, das muss aufhören ", betont Neumann. Man sei bemüht, hier einen Konsens zu finden.

"Der äußere Anblick, wie er sich jetzt straßenseitig bietet, soll erhalten werden, "nur um vieles ansprechender. Praktisch soll das Ganze in alter Schönheit wiederentstehen", ergänzt Neumann. Die Ruinenlandschaft wird einer attraktiven Innenhofgestaltung mit Stellplätzen und viel Grün Platz machen. Ins Auge gefasst ist, dass Ende 2013 hier die Mieter in ihr neues Zuhause einziehen können. In einem zweiten Bauabschnitt soll dann die ehemalige Uniformschneiderei auf Vordermann gebracht und als altersgerechtes Wohnhaus mit Fahrstuhl hergerichtet werden. Insgesamt 18 Wohnungen sollen in diesem an der Stepenitz gelegenen neuen Stadtquartier entstehen. Zwischen zwei und drei Millionen Euro werden dafür investiert.


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