zur Navigation springen
Mecklenburg-Vorpommern

18. Dezember 2017 | 00:34 Uhr

Ostsee : Havarierter Frachter wieder frei

vom

Das hätte übel ausgehen können: Ein mit Düngemittel beladener Frachter läuft in der Ostsee auf Grund. Die aufwendige Bergung ist nun geglückt.

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2017 | 17:13 Uhr

Ein in der vielbefahrenen Kadetrinne zwischen Deutschland und Dänemark auf Grund gelaufener Frachter ist am Donnerstag geborgen worden. Das bestätigte ein Sprecher des dänischen Havariekommandos (JRCC) in Aarhus auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die Aktion sei nach Plan gelaufen, der mit Düngemitteln beladene Frachter nach erster Einschätzung unbeschädigt.

Auch zu Umweltschäden sei es nach jetzigem Stand nicht gekommen.

Vier Schlepper zogen die 224 Meter lange „Star of Sawara“ vom Grund, wie der Sprecher weiter erklärte. Die Bergung dauerte demnach siebeneinhalb Stunden. Bei der Havarie sei niemand verletzt worden.

Das Schiff werde zur genauen Untersuchung ins dänische Kalundborg Fjord geschleppt.

Die Unfallstelle lag zwischen dem dänischen Gedser und der deutschen Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, wie eine Sprecherin des Havariekommandos in Cuxhaven am Mittwoch sagte. Die deutschen Behörden hätten den Kollegen in Dänemark, in deren Zuständigkeit das Havariegebiet falle, Hilfe angeboten. Diese sei aber nicht benötigt worden, sagte die Sprecherin weiter. Beeinträchtigungen für den laufenden Schiffsverkehr habe es aus deutscher Sicht nicht gegeben.

Das Schiff fährt laut Havariekommando unter der Flagge von Panama, hatte im russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga Ladung aufgenommen und war auf dem Weg in die USA.

Die Kadetrinne ist eine der schmalsten und schwierigsten Passagen in der Ostsee. Bis zu 200 Frachtschiffe durchfahren pro Tag die zum Teil nur etwa 1000 Meter breite Engstelle, in der es schon häufiger zu Havarien kam. 2001 etwa rammte der Zuckerfrachter Tern den Öltanker Baltic Carrier, woraufhin rund 2700 Tonnen Öl an die dänische Küste gespült wurden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen