Hausboot-Floß gesunken

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22. August 2010, 09:59 Uhr

Waren/Freiburg | Das ging gerade noch mal gut: Ein mit Urlaubern aus der Schweiz und Baden-Württemberg besetztes Hausboot-Floß ist auf der Müritz gesunken. Die fünf Freizeitschiffer konnten sich am Sonnabend erst per Schlauchboot retten und wurden dann von anderen Sportbooten aufgenommen, sagte ein Sprecher der Warener Wasserschutzpolizei gestern. "Als wir kamen, war nur noch das Dach zu sehen." Die Ursache für das Unglück bei schwachem Wind sei noch unklar. Vermutet werde ein Leck an den Pontons, auf denen das Floß mit Hüttenaufbau wie bei einem Katamaran montiert sei. Glücklicherweise trugen alle Schiffbrüchigen Rettungswesten.

Der 57-jährige Floßführer war bereits seit Montag mit seiner Frau, zwei 19 und 20 Jahre alten Töchtern und einem Freund aus Hohentengen bei Freiburg auf der Mecklenburgischen Seenplatte unterwegs. "Der Mann hatte einen so genannten Charterschein", sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei. Dabei können Hobbykapitäne ohne Bootsführerschein nach einer gründlichen Einweisung trotzdem über die Müritz und kilometerlange Wasserstraßen schippern - seit mehreren Jahre bereits und meist ohne größere Unfälle. Die Müritz ist der größte See, der komplett innerhalb Deutschlands liegt.

Bei dem Hausboot handelt es sich um ein etwa zwölf Meter langes Floß, auf dem eine größere Blockhütte montiert wurde, in der zwei bis zehn Insassen schlafen können. "Das Floß ist mit allen persönlichen Sachen im Fahrwasser am Ostufer der Müritz in knapp vier Meter Tiefe gesunken", beschreibt der Beamte die Lage. Die Polizei warnt jetzt andere Sportbootfahrer, mit den Überresten des Wasserfahrzeugs nicht zu kollidieren.

Nach dem Unglück brachen Teile der Hütte bereits auseinander. Die herumschwimmenden Teile wurden von der Charterfirma aus Sietow (Müritzkreis) bereits geborgen. Der tonnenschwere Rest soll zu Wochenbeginn aus der Müritz geholt werden. Erst dann werde auch feststehen, warum dass gemütliche Floß plötzlich sank. Die Müritz ist 117 Quadratkilometer groß und der Kern des beliebteste Wassersportreviers in Mitteleuropa. Die Nord-Süd-Ausdehnung der Müritz beträgt rund 35 Kilometer. Das Ostufer ist ein beliebter, weil meist lange sonniger Liegeort für Freizeitskipper.

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