Unsicherheit in der Bevölkerung : Hausbesitzer rüsten bei Sicherheit auf

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Einbruchserien sorgen für Unsicherheit, Alarmanlagen sollen Diebe abschrecken

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26. Januar 2016, 20:55 Uhr

Die Nachfrage nach Alarmanlagen und Wachdienstleistungen in Mecklenburg-Vorpommern ist deutlich gestiegen: „Wir verzeichnen beim Wachschutz seit Mitte letzten Jahres einen Anstieg von fünf bis zehn Prozent“, sagt Jörg-Peter Althaus, Landesgruppenvorsitzender des Verbandes der Sicherheitswirtschaft. Vor allem in Boizenburg, Stralsund sowie in Parchim hielten Diebe zuletzt die Polizei in Atem und brachen in Einfamilienhäuser und Kleingartenanlagen ein.

„Wir stellen fest, dass die Unsicherheit in der Bevölkerung dadurch merklich gestiegen ist“, sagt Althaus. Neben Firmen, Ministerien sowie Polizei- und Bundeswehreinrichtungen kümmert sich Althaus’ Unternehmen daher auch verstärkt um die Bewachung von Privathaushalten. „Vor allem die Anfragen von Eigenheimbesitzern haben deutlich zugenommen“, so der Landesgruppenvorsitzende.

Ein Eindruck, den Hubertus Schöndube, Geschäftsführer des in Pampow ansässigen Unternehmens NDB Elektro- und Kommunikationstechnik, bestätigt: „Besonders die Anfragen aus dem Privatbereich sind bei uns deutlich gestiegen. Hier geht es meist um Sicherheitstechnik“, sagt er. Besonders gefragt: Alarmanlagen und Bewegungsmelder. Für Privatpersonen jedoch eine kostspielige Angelegenheit: Mindestens 1500 Euro müssen Eigenheimbesitzer für die Grundausstattung eines einfachen Überwachungssystems investieren. „Nach oben sind die Investitionen aber natürlich offen, das ist ähnlich wie beim Auto“, so Schöndube.

Insgesamt bearbeitete die Polizei laut der aktuellsten Kriminalstatistik aus dem Jahr 2014 landesweit 1521 Fälle von Wohnungseinbrüchen mit Diebstahl, neun mehr als 2013. „Ein signifikanter Anstieg ist damit nicht vorhanden, jedoch verzeichnen wir schon Tage oder Wochen, an denen bestimmte Regionen besonders betroffen sind“, sagt Synke Kern, Pressesprecherin des Landeskriminalamtes. Brisant: Im Gegensatz zu schweren Diebstählen im Allgemeinen, die 2014 um 2000 Fälle sanken, steigt die Zahl der Wohnungseinbrüche seit 2010 kontinuierlich an. In den letzten Jahren von 1263 Fällen (2010) auf 1530 Delikte 2014.

Hauseigentümern empfiehlt Synke Kern deshalb besondere Vorsicht: Die Fenster nicht ankippen, die Haustür richtig abschließen und einen Bewegungsmelder mit Licht, sind nur einige Tipps der Expertin. „Ratschläge gibt es zudem auf der Internetseite www.polizei-beratung.de“, so die Pressesprecherin.

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