Arbeiten des Forstamtes Ludwigslust beendet : Harvester macht Baufeld für A 14 frei

Der Harvester beim Holzeinschlag von der B 5 vor Ludwigslust in Richtung B 191 Neustadt-Glewe.
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Der Harvester beim Holzeinschlag von der B 5 vor Ludwigslust in Richtung B 191 Neustadt-Glewe.

Der Forstmann setzt die Motorkettensäge an, schneidet einen Keil, markiert die Fallrichtung des Baumes. Harvester übernehmen dann das Schälen und Zerteilen der Bäume, alles geschieht in Sekundenschnelle.

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10. Juli 2012, 09:58 Uhr

Ludwigslust | Der Forstmann setzt die Motorkettensäge an, schneidet einen Keil, markiert die Fallrichtung des Baumes. Harvester übernehmen dann das Schälen und Zerteilen der Bäume, alles geschieht in Sekundenschnelle. Mitarbeiter des Forstamtes Ludwigslust waren in den vergangenen Wochen im Bereich B 5/B 191 dabei, in so genannten vorbereitenden Arbeiten die Baufelder für den Bau der Anschlussstelle der A 14 Ludwigslust/Grabow freizumachen. "Damit sind wir jetzt durch", so Frank Mahler, im Forstamt verantwortlich für Holzvermarktung und Öffentlichkeitsarbeit. "Vier Baufelder im Bereich der Ortschaften Wöbbelin und Neustadt-Glewe an der B 191, an der B 5 und an der K 38 sind vorbereitet und damit ist aus Sicht des Forstamtes der erste Part erledigt. Gegenwärtig sind wir dabei, die restlichen Flächen auszumessen."

In den vergangenen Monaten wurden die Voraussetzungen geschaffen, dass das nächste Teilstück der A 14 geht in Bau gehen kann. Nach Ablauf der Einwendungsfrist beim Oberverwaltungsgericht in Leipzig war der Planfeststellungsbeschluss vom April dieses Jahres bestandskräftig. Damit wird der Bau des Teilstücks der A 14 vom Dreieck Schwerin bis zur B 5 bei Grabow planmäßig in diesem Herbst beginnen, hieß es aus der Pressestelle des zuständigen Ministeriums aus Schwerin.

Das Straßenbauamt Schwerin hat mit den vorbereitenden Arbeiten begonnen. Dazu gehören die Erstellung der Ausführungsplanung, die Durchführung der erforderlichen Ausschreibungen und die Veranlassung vorgezogener naturschutzrechtlicher Ausgleichsmaßnahmen. "Die A 14 ist notwendig und stärkt den Standort Mecklenburg-Vorpommern in allen Belangen. Unsere Häfen, die Logistikwirtschaft, die Ansiedlung von verarbeitendem Gewerbe und auch der Tourismus, werden profitieren. Ich freue mich, dass wir nun Rechtssicherheit für dieses zentrale Verkehrsprojekt haben", so Infrastrukturminister Volker Schlotmann. Nach einem ersten, vorläufigen und groben Zeitplan könnte die Fertigstellung des Teilstücks im Sommer 2015 erfolgen. Einflussfaktoren wie die Witterung oder nicht planbare Schwierigkeiten mit dem Baugrund könnten allerdings zu Verzögerungen führen.

Auf dem 16,6 Kilometer langen Teilstück werden 15 größere Einzelbauwerke errichtet. Dabei handelt es sich unter anderem um sechs Brücken über Strecken der Deutschen Bahn, über Bundes- und Landesstraßen sowie eine Kreisstraße. Ein Autobahnkreuz mit der A 24 und zwei Anschlussstellen nördlich und südlich von Ludwigslust werden gebaut. Beidseitig der neuen Autobahn wird je ein Parkplatz mit Toilettenanlage entstehen. Auf dem Plan stehen ferner 29 Schilderbrücken sowie acht Sicker- bzw. Regenrückhaltebecken. Zusätzlich zur Autobahn werden noch über 19 Kilometer Verbindungswege, Wirtschaftswege und Zufahrten gebaut.

Das Projekt wird rund 140 Millionen Euro kosten, die der Bund und die EU tragen. Bis 2020 wird mit einer Belegung von durchschnittlich 20 000 Fahrzeugen pro Tag gerechnet. Der Anteil des Schwerlastverkehrs wird dabei wahrscheinlich fast ein Viertel der Verkehrsmenge ausmachen. Für ein weiteres Teilstück, das von dem jetzt rechtskräftigen Teilstück nördlich von Grabow bis zur brandenburgischen Landesgrenze verlaufen wird, soll bis Ende des Jahres der Planfeststellungsbeschluss vorliegen.


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