Bewährungsstrafe wegen Untreue : Hartz-IV-Gelder für Roulette

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Knapp 58 000 Euro Hartz-IV Gelder als Einsatz im Roulette - Das wurde nun einem ehemaligen Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit in Malchin zum Verhängnis.

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26. Oktober 2011, 10:24 Uhr

Neubrandenburg | Wegen Untreue in 23 Fällen ist ein Ex-Angestellter der Bundesagentur für Arbeit vom Amtsgericht in Neubrandenburg zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der 24-Jährige hatte gestanden, sich 2010 insgesamt knapp 58 000 Euro an Arbeitslosengeld auf eigene Konten überwiesen zu haben. "In so kurzem Zeitraum eine so hohe Summe, dazu braucht es schon ein gewisses Maß an krimineller Energie", sagte Richter Jörg Landes in der Urteilsbegründung. Die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, der Verurteilte soll außerdem gemeinnützige Arbeit leisten. Der Mann hatte als Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft in Malchin gearbeitet. Als Motiv gab er Spielsucht an. Er habe im Internet Roulette gespielt und sich immer tiefer darin verstrickt.

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