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FC Hansa Rostock : Hansa verliert „wenig überraschend"

vom

Der Vorletzte der 2. Fußball-Bundesliga, unterlag am Sonnabend in einem Testspiel beim Drittligisten SV Babelsberg 03 mit 1:2. Die Rostocker haben noch drei Wochen Zeit, bis es mit der Partie beim VfL Bochum weitergeht.

svz.de von
erstellt am 15.Jan.2012 | 06:59 Uhr

Potsdam | Der FC Hansa, Vorletzter der 2. Fußball-Bundesliga, unterlag am Sonnabend in einem Testspiel beim Drittligisten SV Babelsberg 03 mit 1:2 (0:1). Während die Rostocker noch drei Wochen Zeit haben, bis die Meisterschaft mit der Partie beim VfL Bochum am 5. Februar weitergeht, war es für die Einheimischen bereits die Generalprobe für die zweite Saisonhälfte (beginnt diesen Sonnabend gegen Burghausen).

Die Anstoßzeit wurde um 15 Minuten nach hinten verschoben, weil im Gegensatz zu den einheimischen Hansa-Fans ("Sektion Potsdam") etliche Gäste-Anhänger wegen eines ausgeprägten Staus auf der Autobahn nicht rechtzeitig im Karl-Liebknecht-Stadion anlangten.

Probe-Stürmer mit Sprechchören gefeiert

Als es dann losging, stand vor allem Rostocks Probe-Stürmer Freddy Borg im Brennpunkt des Geschehens, ob als vorbereitender oder abschließender Akteur (8., 13., 16., 24., 31., 33.). Der Schwede war der auffälligste Mann der ersten Halbzeit, überzeugte mit robuster, erfolgreicher Zweikampfführung, was dem potenziellen Publikumsliebling begeisterten Zuspruch und Sprechchöre ("Freddy, Freddy!") aus dem Fanblock der Mecklenburger einbrachte.

Die Gelben waren ballsicherer, kombinationsschneller und bei Robert Müllers Riesenchance nach Ecke von Timo Perthel dem 1:0 nahe (38./Matthias Kühne rettet auf der Linie). Doch den einzigen Treffer vor der Pause markierte für "03" Markus Müller, nachdem ihm Peter Schyrba bei einem missglückten Abwehrversuch die Kugel genau auf den Fuß köpfte (42.). Die Führung der Gastgeber kommentierte der Stadionsprecher mit den kühnen Worten "Wenig überraschend: Tor für Babelsberg…"

In der zweiten Hälfte wussten die Rostocker, auch Borg in nochmals knapp 15 Minuten, wenig zu überzeugen. Vereinzelte Chancen gab es (Björn Ziegenbein kam in Mittelstürmer-Position trotz Bedrängnis zum Kopfball/64., Lucas Albrecht fasste sich aus spitzem Winkel ein Herz, der Ball zischte aber knapp am hinteren Pfosten vorbei/80.).

Dann erklang zum zweiten Mal die Tormusik der Hausherren, die Melodie der Olsenbande-Filme: Dennis Lemke erzielte nach Maßflanke des Deutsch-Ghanaers Kofi Schulz das 2:0 (84.).

Die Gäste kamen lediglich noch zum Anschluss. Björn Ziegenbein zwirbelte einen von Lucas Albrecht herausgeholten Freistoß über die Mauer ins "kurze" Eck zum Endstand von 1:2 (86.).

"Ich habe mich gefreut, meine Rostocker Kollegen mal wiederzusehen", befand Sergej Evljuskin. Der (zur Zeit Babelsberger) Mittelfeldspieler steht ja noch bis 2014 beim FC Hansa unter Vertrag. Wie sich seine persönliche Situa-tion weiterentwickelt, weiß der 24-Jährige noch nicht: "Alles ist möglich, Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. Mir geht es gut hier, aber ich bin ja erst mal bis Saisonende ausgeliehen. Wir sind eine heimstarke, unangenehme Truppe, das hat man heute gesehen. Es ist immer schön, gegen eine höherklassige Mannschaft zu gewinnen, und nicht zuletzt haben wir uns Selbstvertrauen für die Rückrunde geholt", so Evljuskin, der um ein Haar auch ein Tor erzielt hätte (37./FCH-Keeper Kevin Müller war schneller am Ball). Babelsberg: Unger (46. Zacher) - Kühne (61. Schulz), Surma (61. Szczur), Morack (46. Hebib), Rudolph - Evljuskin (71. Scheinig), Civa - Kauff-mann (46. Igwe), Stroh-Engel (61. Hollwitz),

Makarenko (71. Lemke) - Markus Müller (46. Hebisch).

Rostock 1. Halbzeit: Kevin Müller - Schyrba, Holst, Gusche, Pelzer - Robert Müller, Jordanov - Semmer, Perthel - Mintál, Borg.

Rostock 2. Halbzeit: Hahnel - Wiemann, Koštál, Jensen, Starke - Weilandt, Blum - Ziegenbein,

Jänicke - Borg (59. Albrecht), Schied.

Schiedsrichter: Bärmann (Leipzig).

Zuschauer: 2127, davon ein Viertel Hansa-Fans

Tore: 1:0 Markus Müller (42.), 2:0 Lemke (84.), 2:1 Ziegenbein (86./Freistoß).

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