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Mecklenburg-Vorpommern : Hansa-Milch wächst mit Arla

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Die Beteiligung der Taditionsmeierei Hansa-Milch an Arla zeigt für die Milchbauern positive Ergebnisse. So wuchsen im ersten gemeinsamen Jahr trotz der Wirtschaftskrise in Europa der Umsatz und der Milchabnahmepreis.

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erstellt am 13.Mär.2012 | 09:43 Uhr

Upahl | Die Beteiligung der norddeutschen Taditionsmeierei Hansa-Milch an Arla zeigt für die Milchbauern aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern positive Ergebnisse. So wuchsen im ersten gemeinsamen Jahr nach Angaben von Arla-Geschäftsführer Peter Tuborgh trotz der Wirtschaftskrise in Europa der Umsatz und der Milchabnahmepreis für die Genossenschaftsmitglieder. Als "außerordentlichen Erfolg" bezeichnete er die Fusion mit der in Upahl ansässigen Hansa-Milch, an der 500 Bauern aus Schleswig-Holstein und 200 aus MV beteiligt sind.

Auch für Hansa-Milch Vorstand Manfred Remus und Hansano-Geschäftsführer Roland Frölich eröffneten sich durch die Beteiligung an Arla völlig neue Perspektiven: "Hansa-Milch ist in Verbindung mit Arla der Bio-Hersteller mit dem größten Potenzial an Rohstoffen und der größten Produktpalette."

Für den Handel sei der Bio-Bereich aufgrund eines sich in Vorbereitung befindenden Markenprogramms zusätzlich zu allen anderen Produkten interessant. Gleichzeitig werben beide für weitere Mitglieder im Norden. "Für umstellungswillige Landwirte wäre eine Beteiligung interessant, weil Hansa-Milch als eine der wenigen Bio-Akteure eine Genossenschaft ist und die Mitglieder mitbestimmen können", stellen die beiden Verantwortlichen die Zeichen auf Expansion. So habe die Hansa-Milch sich auf der Bio-Messe in Nürnberg als "nationaler Problemlöser gut darstellen können."

Auch aus der Konzernzen trale in Viby (Dänemark) wird die Fusion mit der Hansa-Milch nur positiv bewertet. So ist der Konzernumsatz in Deutschland um 77 Prozent auf umgerechnet etwa 605 Millionen Euro gestiegen. Dieser starke Umsatzzuwachs sei in erster Linie auf die Fusion mit Hansa-Milch zurückzuführen, wird von dort gemeldet. Insgesamt stieg der Umsatz von 6,32 Milliarden Euro um 12 Prozent auf 7,38 Milliarden Euro. Dadurch konnten die etwa 8200 Genossenschaftsbauern in Dänemark, Schweden und Deutschland in den Genuss von zusätzlich 210 Millionen Euro Milchgeld kommen. Damit ist das Milchgeld für jeden Einzelnen um 11% gegenüber 2010 angestiegen.

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