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Steigende Kosten : Handwerker in MV ziehen die Preise an

vom
Aus der Onlineredaktion

Bäcker, Friseure, Baufirmen: Betriebe schlagen höhere Lohnkosten auf

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Private Haushaltskassen unter Druck: Das Handwerk in MV zieht die Preise an. Brot, Brötchen, Friseurbesuche, Hausbau, Reinigungsaufträge, Dienstleistungen – die Unternehmen geben steigende Kosten für Löhne und Material an ihre Kunden weiter, ergab eine Umfrage unter den Landesinnungen des Handwerks in MV.

Das wird teuer: Mindestens jeder zweite Handwerksbetrieb in Deutschland will im nächsten halben Jahr die Preise erhöhen, ergab eine Studie der Wirtschaftsauskunftei Creditreform. Daran kommt so gut wie kein Unternehmen seiner Branche vorbei, erklärte Thomas Müller, Chef der Landes-Bäckerinnung: „Viele wollten den Mindestlohn, dann müssen Sie jetzt auch tiefer in die Tasche greifen.“ Brot, Brötchen, Kaffee, Kuchen: Müller rechnet damit, dass die Preise in den Bäckereien um etwa zehn Prozent steigen werden. Auch der Friseurbesuch wird teurer: Nach dem Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns von 8,50 auf 8,84 Euro planten mehr als ein Drittel der Betriebe Preissteigerungen, sagte Gabriela Glävke-Münkwitz, Chefin des Landesinnungsverbandes des Friseurhandwerks . Höherer Mindestlohn: „Das schlägt direkt durch“, erklärte Wolfgang Molitor, Chef der Landesinnung des Gebäudereinigerhandwerks Nordost – besonders in seiner Branche. Die meisten Betriebe würden daher die Preise erhöhen. In den 1000 Betrieben mit ihren 10 000 Beschäftigten in MV sei der Branchenmindestlohn von 8,70 auf 9,05 Euro gestiegen.

Alles wird teurer...das sagen die Schweriner:

 

Am Bau lassen indes die vollen Orderbücher die Kasse klingen: Die Preise für Handwerkerleistungen seien aufgrund der guten Auftragslage gestiegen. 43,2 Prozent der Befragten hätten höhere Angebotspreise durchsetzen können, vor allem im Ausbaugewerbe, ermittelte Creditreform. Am Bau sei der Branchen-Mindestlohn von 11,05 auf 11,30 Euro gestiegen. Auch Material sei teurer geworden. Das müssten die Betriebe umlegen, sagte Jörg Schnell, Chef des Bauverbandes MV.

Auch im Elektro- sowie Heizungs- und Sanitärhandwerk in MV bekommen die Kunden steigende Lohnkosten zu spüren. Auf der Suche nach Fachkräften habe die Elektrobranche den Ecklohn in den letzten drei Jahren um 17 Prozent erhöht. Wer Berufsnachwuchs haben wolle müsse besser bezahlen, sagte Innungs-Geschäftsführer Kay Wittig. Auch müsse das Handwerk mit der Industrie konkurrieren können. Das koste und müsse auf die Rechnungen aufgeschlagen werden.

 

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