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Weihnachstpost in MV : Handwerker bevorzugen Kartengruß

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Die moderne Computertechnik macht es leicht Weihnachtsgrüße zu verschicken. Doch nicht jeder erliegt den Verlockungen der Technik. Viele Handwerksbetriebe in MV bleiben der herkömmlichen Grußkarte treu.

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2012 | 10:44 Uhr

Schwerin/Rostock | Die moderne Computertechnik macht es leicht. Ein paar nette Zeilen in die Tasten gehauen, die Sammeladressen angeklickt, und schon sind Weihnachtsgrüße und Neujahrswünsche bei Kunden und Geschäftspartnern. Doch nicht jeder erliegt den Verlockungen der Technik, wie eine Umfrage ergab. Anders als die Handwerkskammer in Schwerin etwa, die in diesem Jahr erstmals alle Grüße per Mail verschickt, bleiben viele der 20 000 Handwerksbetriebe im Land eher der herkömmlichen Grußkarte treu. Die Post freut sich, tragen doch diese Weihnachtsgrüße maßgeblich dazu bei, dass die Karten- und Briefflut alljährlich zum Jahresende auf das Doppelte anschwillt.

"Handwerksbetriebe leben ja vom direkten Kundenkontakt. Viele nutzen die Feiertage, um sich für die Treue ihrer Kunden zu bedanken oder sich mit ihren Leistungen in Erinnerung zu rufen - meist traditionell mit Karten und Briefen", sagte die Sprecherin der Handwerkskammer Schwerin, Petra Gansen. Bestätigung findet diese Einschätzung unter anderem bei Christiane Hatscher von der gleichnamigen Bäckerei in Stavenhagen. "Uns ist ein persönlicherer Kontakt sehr wichtig. Und deshalb verschicken wir unsere Grüße lieber althergebracht mit der Post", sagte sie. Ganz besonders gute Kunden und wichtige Partner bekämen auch Stollen oder Weihnachtsgebäck zugesandt. "Und das bekommt man ja mit einer Mail schon gar nicht an den Mann", sagte Hatscher.

Auch das Rostocker Autohaus Plath schwört auf Karten zu Weihnachten, bedenkt damit aber vor allem Geschäftspartner.

Stammkunden werde ein musikalischer Gruß zuteil mit der Einladung in ein vorweihnachtliches Konzert, sagte ein Mitarbeiter. Die Heizungs- und Sanitärfirma Grönhagen in Stralsund kann sich nach eigenen Angaben dem Trend zu Mails nicht ganz entziehen. "Noch verschicken wir mehr Karten. Aber der Anteil der Mails nimmt von Jahr zu Jahr zu", hieß es aus der Geschäftsführung. Da ist der Jacht-Ausrüster Wendel und Rados in Greifswald schon weiter. "Wir verschicken nur Mails, aber mit einem schönen maritimen Motiv", sagte eine Mitarbeiterin.

Auch bei den Industriebetrieben im Land nimmt der Anteil elektronischer Weihnachtsgrüße nach Einschätzung des Unternehmerdachverbandes zu. "Es ist einfach praktisch", vermutet Verbandssprecher Jens Matschenz als Hauptgrund. "Doch hat die althergebrachte Karte weiter eine Bedeutung, gerade wenn es um den Kontakt zu langjährigen, besonders wichtigen Partnern geht", sagte er. Eine Hoffnung die von der Deutschen Post geteilt wird, beschert ihr die Weihnachtszeit doch die meiste Arbeit im ganzen Jahr. Wie ein Post-Sprecher sagte, müssen dann bundesweit etwa 120 Millionen Briefsendungen pro Tag zugestellt werden. Normalerweise seien es mit 65 Millionen gerade halb so viele.

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