Weniger Asylbewerber : Hamburg zieht sich aus Flüchtlingsunterkunft in MV zurück

Ab dem 1. Oktober 2019 werden keine Flüchtlinge mehr aus Hamburg in Horst in Mecklenburg untergebracht.

svz.de von
04. September 2018, 12:58 Uhr

Wegen weitgehend konstanter Zahlen von Asylbewerbern hat die Freie und Hansestadt Hamburg die Mitnutzung der Erstaufnahmeeinrichtung in Nostorf/Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) zum 30. September 2019 gekündigt.

Seit 2006 hatte Hamburg mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern eine Vereinbarung zur Unterbringung ausländischer Flüchtlinge. Demnach konnten bis zu 200 Personen für einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten aus dem Zuständigkeitsbereich Hamburgs in Nostorf/Horst untergebracht werden. Voraussetzung dafür war die Anerkennung als Asylbewerber oder ein Aufenthaltsstatus.  

Gegenüber der "Schweriner Volkszeitung" sagte eine Sprecherin des Innenministeriums, die freien Flächen werden nach Ablauf der Vereinbarung unter anderem zur Beratungszwecken genutzt.

Nach Angaben des Ministeriums waren im Juli 619 Menschen in den Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes untergebracht - in Nostorf/Horst sowie der Außenstelle in Stern-Buchholz bei Schwerin. Insgesamt stehen 1400 Plätze zur Verfügung.

Im Jahr 2018 sind bislang deutlich weniger Flüchtlinge nach Mecklenburg-Vorpommern gekommen. Laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) stellten zwischen Januar und Juni 1349 Menschen einen Antrag auf Asyl. Im selben Zeitraum 2016 waren es 4934.

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