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Mecklenburg-Vorpommern

17. Dezember 2017 | 18:55 Uhr

Tourismus MV : Guter Start ins Tourismus-Jahr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Camping ist auch in der Nebensaison „in“: Im ersten Quartal wurden auf den Plätzen des Landes 176,5 Prozent mehr Übernachtungen gezählt. Auch viele Hotels waren besser belegt. Die Branche hofft, dass das Jahr so weitergeht.

Die Tourismusbranche in Mecklenburg-Vorpommern hat einen glänzenden Jahresauftakt hingelegt. Im ersten Quartal meldeten die Herbergen und Campingplätze ein Plus bei den Übernachtungen von 14,3 Prozent im Vergleich zu Januar bis März 2015, wie das Wirtschaftsministerium gestern mitteilte. Zu diesem „hervorragenden“ Jahresauftakt hätten auch die frühen Ostertage beigetragen. Allein im März habe es 25,5 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresmonat gegeben. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) wertete die Zahlen als Vorboten für ein sehr gutes Tourismusjahr 2016.

Der April lief dann allerdings wegen des kühlen Wetters weniger gut, wie der Landestourismusverband einschätzte. Auch der Mai dürfte kein überragendes Ergebnis liefern: Laut Verband kamen am langen Pfingstwochenende, ebenfalls bei kühler und teils regnerischer Witterung, 20 000 bis 30 000 weniger Gäste als im vergangenen Jahr. Im ersten Quartal profitierten Glawe zufolge alle Reisegebiete im Land vom breiteren Touristenstrom, am stärksten Vorpommern mit einem Plus von 22 Prozent bei den Übernachtungen. Das Reisegebiet Westmecklenburg legte hingegen nur um 0,7 Prozent zu. Glawe appellierte: „Wir müssen vor allem mehr mit dem Binnenland punkten. Hier haben wir noch deutlich Potenzial für mehr Gäste.“ Die dortigen Alleinstellungsmerkmale, wie Ländlichkeit, Ruhe und Familienferien, müssten weiterentwickelt und zielgerichtet beworben werden.

Der Campingtourismus bleibt den Angaben zufolge ein Treiber im Tourismusgeschäft Mecklenburg-Vorpommerns. Der Bereich legte im ersten Quartal ein Wachstum von 176,5 Prozent hin. Die milden Temperaturen allein erklärten nicht den Erfolg, so Glawe. „Unsere Campingplätze sind ein Beleg dafür, dass der Ausbau einer modernen Infrastruktur hervorragend mit der Erhaltung der natürlichen Gegebenheiten vor Ort einhergeht.“ Seit 1990 habe das Ministerium 182 Maßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 124 Millionen Euro unterstützt. Das Land habe knapp 37 Millionen Euro beigesteuert.

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