Hinter die Kulissen geschaut : Gute Geister am Büfett

Die Hotel-Chefin (M.) mit Küchenchef Michael Peters und Mitarbeiterin Angela Biegel
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Die Hotel-Chefin (M.) mit Küchenchef Michael Peters und Mitarbeiterin Angela Biegel

Frühstück braucht viel Vorbereitung. Waffeln sind der Renner im Morgenangebot in Brüeler Hotel

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22. März 2016, 11:45 Uhr

Allein der Duft: nach frisch gebackenen Waffeln. Und dann all die Leckereien – für das Frühstücksbüfett lohnt sich das Aufstehen im Hotel „Mecklenburger Hof“ in Brüel in jedem Fall. Wann die Gäste herunterkommen und die erste Mahlzeit des Tages genießen möchten, entscheiden sie selbst. „Geschäftsreisende müssen manchmal schon um 6 Uhr frühstücken, Urlauber können sich bis um 10 Uhr Zeit lassen“, sagt Gabriele Schumacher-Poschmann, die das Hotel seit 1990 betreibt.

Jemand muss also sehr früh aufstehen, denn allein die Vorbereitungen dauern mindestens eine Stunde: Früchte werden frisch aufgeschnitten, Platten mit Käse und Wurst belegt, Eier gekocht. Das Angebot variiert – manchmal liegen auch Roastbeef, Schweinebraten in Scheiben oder Räucherfisch mit auf den Platten. Die Brötchen werden frisch gebacken, denn jeder Gast soll sie warm auf dem Teller haben. „Das ist überhaupt die Kunst – alles soll frisch sein, auch für denjenigen, der erst später zum Frühstück kommt“, erzählt die Hotel-Chefin. „Warmhalte-Geräte auf dem Büfett gibt es bei mir nicht.“

Dafür eine Pfanne für gebratene Eier und ein Waffeleisen. „Die Waffeln werden wirklich gern genommen – vor allem auch von Männern.“ Und der Kaffee wird alle Stunde frisch gebrüht. So ist die Frühstückskraft den Vormittag über gut beschäftigt. Jeder der drei Mitarbeiter oder eben die Chefin selbst übernehmen abwechselnd den Dienst.

Das Hotel hat zwölf Zimmer mit insgesamt 22 Betten. Schon früher stand an dieser Stelle ein Gasthaus – fast 30 Jahre lang gingen die Leute aus der Umgebung oder Urlauber Schnitzel essen oder Bier trinken bei Fritz, dem Onkel von Gabriele Schumacher-Poschmann. „Es war immer gut besucht, und mittags standen die Leute Schlange“, erinnert sich die heutige Inhaberin. „Schweinebraten kostete 2,15 Mark. Das teuerste Gericht auf der Karte war Rinderroulade mit Salzkartoffeln und Rotkohl – für 3,10 Mark.“

Damals gab es in Brüel noch eine Erweiterte Oberschule und das dazugehörige Internat. Von dort kamen auch oft Gäste und aßen Spiegelei mit Kartoffelsalat für 1,55 Mark.

Onkel Fritz stand selbst mit in der Küche, kochte nach Rezepten seiner Mutter. Diese Gerichte stehen noch heute auf der Karte, die Schnitzel werden nach wie vor frisch aus der Keule geschnitten, wenn der Gast bestellt hat. 1990 übernahm Schumacher-Poschmann den alten „Mecklenburger Hof“, ein paar Jahre später entstand ein Neubau.

Seitdem kommen Stammgäste zu Familienfeiern, Vereine treffen sich hier, Vertreter buchen Übernachtungen und manche Urlauber wohnen seit vielen Jahren immer wieder im Hotel.

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