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Greifswald: Kernfusionsexperiment "Wendelstein 7-X" : Gutachter überprüft Kritik an Experimentierhalle

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Die Klärung möglicher Sicherheitsmängel im Fall des Kernfusionsexperimentes "Wendelstein 7-X" geht langsam voran. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales erwartet den ersten Entwurf frühestens Ende August.

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erstellt am 13.Aug.2013 | 10:44 Uhr

Greifswald/Rostock | Die Klärung möglicher Sicherheitsmängel im Fall des Kernfusionsexperimentes "Wendelstein 7-X" geht langsam voran. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) erwartet den ersten Entwurf eines Gutachtens des TÜV Süd für frühestens Ende August, so Amtsleiter Heiko Will. Wichtig sei, dass die Expertise eine aussagefähige Grundlage für die Bearbeitung des Antrags liefere.

Umweltverbände und Grüne hatten kritisiert, dass der Beton und die Tore der Experimentierhalle, in der das Experiment steht, nicht den Strahlenschutzvorschriften entsprechen. Wegen angeblicher Sicherheitsmängel und Gesundheitsrisiken für Mitarbeiter und Bevölkerung forderte der Verband einen Baustopp der Anlage.

In der Kritik stehen der Wassergehalt und die gemessene Bor-Dichte im Beton. Das Land, das den Betrieb der millionenschweren Forschungsanlage genehmigen muss, beauftragte daraufhin im Dezember 2012 einen Gutachter.

Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald will laut seines Direktors Thomas Klinger noch diesen Herbst den Antrag auf Betriebsgenehmigung stellen. Im Frühjahr 2014 soll die schrittweise Vorbereitung der inzwischen weitgehend montierten Fusionsanlage beginnen. Den Forschungsbetrieb der Testanlage will das Institut im Frühjahr 2015 aufnehmen.

Klinger zufolge habe sich der Gutachter ausführlich im Institut umgesehen. Er ist optimistisch, dass das Institut die Genehmigung bekommt.

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