Mecklenburg-Vorpommern : Grundschüler haben die ältesten Lehrer

An vielen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gibt personellen Mangel.
An vielen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern gibt personellen Mangel.

An den Grundschulen Mecklenburg-Vorpommerns unterrichten die ältesten Lehrer bundesweit.

svz.de von
12. September 2018, 16:06 Uhr

57,8 Prozent der Lehrkräfte sind 50 Jahre und älter, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Statistischen Bundesamts zu Bildungsindikatoren für das Jahr 2016 hervorgeht. So viele ältere Lehrer unterrichten in keinem anderen Bundesland Grundschüler.

Nur 3,3 Prozent der Grundschullehrer sind in Mecklenburg-Vorpommern jünger als 30 Jahre. Das ist gemeinsam mit Brandenburg der niedrigste Wert von allen Bundesländern. Die meisten jungen Grundschullehrer (10,2 Prozent) hat Baden-Württemberg.

MV bei Klassengrößen im Mittelfeld

Bei den Klassengrößen in Grundschulen liegt Mecklenburg-Vorpommern im guten Mittelfeld: In den staatlichen Schulen lernen im Schnitt 19,9 Mädchen und Jungen in einer Klasse, an den privaten Schulen sind es 19,2. Im Bundesschnitt kommen 20,8 beziehungsweise 20,9 Schüler auf eine Grundschulklasse.

Die größten Klassen im Primarbereich hat Nordrhein-Westfalen mit 23,2 Schülern an öffentlichen beziehungsweise 23,7 Schülern an privaten Schulen. Die kleinsten Klassen hat Rheinland-Pfalz mit 18,4 Schülern an staatlichen Schulen. Bei den Privatschulen liegt Hessen mit 18,2 Schülern an der Spitze.

Viele MV-Kinder auf Privatschulen

In Mecklenburg-Vorpommern gehen überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche auf Privatschulen. In der Grundschulstufe sind es 10,7 Prozent, das ist der zweithöchste Wert nach Hamburg (12,6 Prozent).

Im Bundesschnitt besuchen nur 5 Prozent der Grundschüler eine private Einrichtung. Bei den jährlichen Bildungsausgaben pro Grundschüler lag Mecklenburg-Vorpommern mit 6600 Euro etwa im Bundesschnitt (6700 Euro).

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