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Badestrandtest: Plauer See : Grüße von der Frostbeule

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Strandbad Plötzenhöhe am Plauer See punktet mit einer großen Liegewiese, ausgelassenen Kindern und netten Gesprächen im Wasser

Ich halte meinen großen Zeh ins Wasser. Okay, den ersten Test hat der Plauer See im Strandbad Plötzenhöhe bestanden. Kein Fisch hat mir direkt den Zeh abgebissen. Ich wage mich also weiter vor. Erst mit dem rechten, dann mit dem linken Fuß. Nun stehe ich knöcheltief im Wasser. Puhhh! Ich muss zugeben, ich bin eine totale Frostbeule. Wenn andere bei 25 Grad schwitzen und knapp bekleidet rumlaufen, beginnt für mich gerade mal das T-Shirt-Wetter – und das auch nur in der prallen Sonne. Aber gut. Was sein muss, muss sein, schließlich haben wir heute 26 Grad. Zähne zusammenbeißen und durch. Eins, zwei, drei und rein mit mir.

Ich schwimme ein Stück raus. Vorbei am langen Holzsteg auf dem Kinder toben und immer wieder Kopfsprünge und Arschbomben ins Wasser machen. „Das ist fürchterlich. Können die Kinder nicht ein bisschen Rücksicht nehmen? Meine Haare werden nass“, schimpft eine Frau, die dicht neben mir schwimmt. Sie heißt Irene. Ist 47 Jahre alt und verbringt jedes Jahr mit ihrem Mann Dieter ihren Sommerurlaub an der See. Mal an der Ostsee, mal in Waren an der Müritz. Und dieses Jahr eben in Plau. Ich frage, warum sie das Toben der Kinder so stört. Sie verrät mir, dass ihr Mann heute Geburtstag hat, sie nachher schön essen gehen wollen und sie ihre Haare erst heute morgen flott gemacht hat. Sie lacht. „Es stimmt schon. Es sind Kinder. Ach, dann muss mein Mann später eben auf mich warten – das kennt er schon“, sagt sie und schwimmt fröhlich weiter.

Für mich geht es zurück Richtung Strand. Ich schwimme langsam, schaue auf den Strand. Viele Besucher tummeln sich auf der grünen Liegewiese. Sonnen sich. Ein paar Kinder spielen Fußball. Einige holen sich Pommes vom Strandimbiss. Ich komme dichter. Höre Getuschel, Gelächter und Gejuchze. Betrete den flachen Sandstreifen des Strandbades. Er ist warm und bleibt an meinen Füßen kleben. Puhhh! Ohne Fischangriffe und Frostbeulen alles gut überstanden. Ich kann also weiter testen.

Strand-Check Plauer See

Sandburg-Faktor

Der 60 Meter lange Badestrand ist eine Wiese. Wer Burgen bauen will, muss ich auf einen schmalen Sandstreifen vor dem See beschränken.

Wellen-Faktor

Kein Wind – keine Wellen.

Wassersport-Faktor

Es hindert mich niemand – ich kann schwimmen so viel ich will. Außerdem könnte ich mir ein Tretboot ausleihen.

FKK-Faktor

Hier empfiehlt sich die Insel Werder am Plauer See.

Badewannen-Faktor

Große Badewanne für Groß und Klein – flacher Uferbereich, schnell warm, ausgezeichnete Wasserqualität.

Mops-Faktor

Hunde verboten! Mops Rambo kann für eine Abkühlung den Lenzer Strand besuchen.

Wellness-Faktor

Sonnen und relaxen  – auf der großen Liegewiese kann ich es wunderbar aushalten. Bäume sorgen für schattige Plätzchen. Auch meine Notdurft kann ich in den sanitären Anlagen verrichten.

Sicherheits-Faktor

Ein Rettungsschwimmer ist vor Ort.

Mülleimer-Faktor

Das Seebad macht einen ordentlichen und sauberen Eindruck.

Dusch-Faktor

Am besten zu Hause.

Hunger-Faktor

Herzhaftes oder Süßes – am Imbiss werde ich fündig.

Unterhaltungsfaktor

Darum muss ich mich  hier selbst kümmern – ein Buch ist ein guter Begleiter. Ein Ball  sicher auch – für Volleyball und Fußball ist genügend Platz.

Dicke-Marie-Faktor

Eintritt muss ich nicht löhnen. Allerdings bin ich mit dem Auto da, auf dem angrenzenden Parkplatz muss ich einen Euro für einen halben Tag zahlen.

Und wo gehen Sie gerne baden? Schicken Sie uns Ihre Strandvorschläge mit Adresse, kurzer Beschreibung und gerne auch mit einem Bild an onlineredaktion@medienhausnord.de und wir ergänzen sie als Lesertipp in unserer Karte.

(Hinweis: unvollständige Vorschläge können leider nicht berücksichtigt werden. Die Sammlung hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit, die Infos sind ohne Gewähr.)

 

>> Montag im Badestrandtest: Schweriner See

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erstellt am 30.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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