Tribsees : Gründungsarbeiten für Behelfsbrücke am A20-Loch beginnen

Bagger arbeiten am Rückbau des Straßendammes an dem zerstörten Teilstück der Autobahn A20 bei Tribsees.
Bagger arbeiten am Rückbau des Straßendammes an dem zerstörten Teilstück der Autobahn A20 bei Tribsees.

Im September 2017 hat sich das Leben der Menschen in den kleinen Dörfern Langsdorf und Böhlendorf drastisch verändert. Wegen des Lochs auf der A20 rollen seither Tausende Autos und Laster durch den Ort. Ein Ende der Tortur ist in Sicht.

svz.de von
12. Juni 2018, 13:47 Uhr

Für lärmgeplagte Anwohner an der A20-Umleitung bei Tribsees kommt Linderung in Sicht. Am Montag beginnen auf der Riesenbaustelle die Gründungsarbeiten für die Behelfsbrücke, wie Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) am Dienstag sagte. Seit vergangenen Samstag stehe schon das erste Bohrgerät an der Baustelle.

Es bleibe beim Ziel, dass der Verkehr noch in diesem Jahr wieder auf einer Spur pro Richtung über die Autobahn rollt. „Die Arbeiten erfolgen im Zweischichtbetrieb.“ Die Geräte werden an den Wochenenden gewartet. Die Gesamtkosten für den Bau der Behelfsbrücke lägen bei insgesamt 51,3 Millionen Euro, davon entfielen 31 Millionen Euro auf die Gründungsarbeiten.

Im Herbst vergangenen Jahres versank die A20-Fahrbahn bei Tribsees auf knapp 100 Metern Länge im moorigen Untergrund. Die A20 verläuft an dieser Stelle über eine Torflinse und ruhte auf in den Boden getriebenen Säulen.

Für die anstehenden Brückenarbeiten wurde die Strecke zweigeteilt, wie Pegel berichtete. Begonnen werde mit den Arbeiten an dem rund 600 Meter langen Bereich westlich der Einbruchstelle. Eine Arbeitsgemeinschaft zweier großer Baufirmen bereite die Baustelle für die Bohrungen in der kommenden Woche vor.

Auch für den wesentlich schwierigeren Abschnitt, der eigentlichen Einbruchstelle von rund 100 Metern Länge, sei eine technisch machbare Lösung gefunden worden, sagte Ronald Normann, Abteilungsleiter Autobahnen im Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Es werde eine Ebene errichtet, auf der die tonnenschweren Baumaschinen stehen können, die dann von dort aus die Gründungspfeiler in den Boden rammen. Die entsprechenden Vergabeunterlagen würden derzeit erarbeitet. Die Beauftragung dieses letzten Teils solle dann kurzfristig erfolgen.

Wie Normann sagte, werden für die Behelfsbrücke insgesamt 232 Bohrpfähle benötigt, die einen Durchmesser von 1,20 Meter haben und im Schnitt 24 Meter lang sind. Bis zu fünf Bohrgeräte sollen die Arbeiten gleichzeitig verrichten. Die Behelfsbrücke selbst bestehe aus 27 Einzelstücken mit Längen zwischen 21 und 33 Metern.

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