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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 16:40 Uhr

Großmacht-Drohgebärden

vom

svz.de von
erstellt am 18.Okt.2007 | 10:14 Uhr

Das Vokabular erinnert an die Tage, als der Eiserne Vorhang noch die Welt in zwei Lager geteilt hatte. George W. Bush warnt vor einem Dritten Weltkrieg. Wladimir Putin dreht die Rüstungsspirale und droht mit neuer Atomwaffentechnologie - zwei Präsidenten rasseln mit den Säbeln wie im Kalten Krieg. Das Gefecht der Worte weckt Ängste und schlimme Befürchtungen. Schaukeln sich Washington und Moskau gegenseitig hoch? Gerade im Streit um das Atomprogramm des Iran droht hier eine gefährliche Eskalation. Putins Schulterschluss mit dem Iran zeigt, dass er kühl und skrupel- los die machtpolitische Konfrontation sucht. Hat man sich bei George W. Bush beinahe schon an seine Aussetzer gewöhnt und weiß darum, dass sich seine Laufbahn dem Ende nähert, beunruhigt Putin mit seinem Petroimperialismus noch mehr. Schließlich denkt Russlands Präsident offenbar gar nicht an den Ruhestand.
Mit den längst überkommenen Großmacht-Drohgebärden
jedenfalls lassen sich die Konflikte des 21. Jahrhunderts nicht bewältigen. Europa muss jetzt alles daran setzen, dass sich aus dem machtpolitischen Theaterdonner keine ernsthafte Krise entwickelt.

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