Müritz-Nationalpark : Großjagden sorgen weiter für Wirbel

Die Jagd in Nationalparks und in Naturschutzgebieten muss nach den Worten von Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) dem jeweiligen Schutzzweck dienen. Und das ist die Wildbestandsregulierung.

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10. März 2013, 06:48 Uhr

Linstow | Die Jagd in Nationalparks und in Naturschutzgebieten muss nach den Worten von Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) dem jeweiligen Schutzzweck dienen. "Und das ist die Wildbestandsregulierung", sagte der Minister am Samstag auf der Delegiertenkonferenz des Landesjagdverbandes in Linstow (Landkreis Rostock). Er betonte, dass es ihm wichtig sei, "die in diesem Zusammenhang sichtbar gewordenen Gräben zwischen den verschiedenen Lagern, den ökologischen und traditionellen Jägern, Naturschützern und Förstern nicht weiter zu vertiefen, sondern gemeinsam zu schließen."

Bei den Großjagden im Müritz-Nationalpark mit bis zu 160 Jägern war Ende 2012 unter anderem der Abschussplan bei Damwild deutlich überschritten worden. Statt 160 waren 220 Tiere erlegt worden, kritisierte der Landesjagdverband. Die Jäger sprachen zudem von Verstößen gegen das Tierschutzgesetz. So sollen Bachen, die Frischlinge hatten, rechtswidrig geschossen und nicht nach allen angeschossenen Tieren gesucht worden sein. Ebenfalls kritisch äußerten sich die Jäger über die jüngsten Erhöhungen der Beiträge für die Berufsgenossenschaft. Dort drohe eine Klagewelle.

Backhaus räumte ein, dass es bei den Abschüssen Verstöße gegeben hat. Er kündigte an, die Jagdhundeausbildung in Mecklenburg-Vorpommern zu verbessern. Gut ausgebildete Jagdhunde seien eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Stöberjagd und auch die Nachsuche. Das Jagdhundewesen solle daher eine größere Unterstützung aus Jagdabgabemitteln erhalten. In MV sind rund 11 000 Jäger aktiv.

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