25. Hanse Sail eröffnet : Großes Schiffskino in Rostock

 
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Nach vielen Monaten der Vorbereitung startet die Hanse Sail. Vier Tage lang ist vor allem im Stadthafen und in Warnemünde „Schiffskino“ angesagt.

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06. August 2015, 17:50 Uhr

Mit dem traditionellen Läuten der Schiffsglocke haben Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos) am Donnerstag in Rostock die 25. Hanse Sail eröffnet. Beim größten Fest Mecklenburg-Vorpommerns stehen vier Tage lang mehr als 200 Traditionssegler und Museumsschiffe im Mittelpunkt.

„Unser Land wird in diesem Jahr 25 Jahre alt und die Hanse Sail findet zum 25. Mal statt. Das passt gut zusammen“, sagte Sellering.

Die Hanse Sail sei mit ihren großen und kleinen Seglern, den vielen maritimen Veranstaltungen und einem unterhaltsamen Programm ein Publikumsmagnet für Hunderttausende aus Mecklenburg-Vorpommern, ganz Deutschland und dem Ostseeraum.

In diesem Jahr wird ein neues Sicherheitskonzept erprobt. Um auch bei großem Publikumsandrang die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten, werde die am Stadthafen vorbeiführende vierspurige Landesstraße 22 am Freitag zwischen 20.00 und 2.00 Uhr und am Samstag von 15.00 bis 2.00 Uhr vollständig gesperrt, sagte ein Stadtsprecher. Dies werde den Besuch der engen Meile im Stadthafen erleichtern. „Letztlich wird auch diese Maßnahme signalisieren, dass es keine gute Idee ist, an diesen beiden Hauptveranstaltungsabenden mit dem Auto zum Stadthafen zu kommen“, sagte der Sprecher.

Die Veranstalter erwarten rund eine Million Besucher. Diese müssen sich zumindest am Samstag auf schwierige Wetterbedingungen einstellen, sagte Thomas Globig vom Wetterdienst Meteomedia auf Hiddensee. Es werde regnen, auch Gewitter seien möglich. Ein Gewitterrisiko bestehe auch bereits am Freitag.

Bei der einst höchst umstrittenen Anpassung der Sicherheitsstandards in der Traditionsschifffahrt gebe es keine neuen Entwicklungen, sagte der Sprecher der Hanse Sail, Klaus-Dieter Block. Plänen der EU zufolge sollten auf den Traditionsschiffen die gleichen Sicherheitsregeln wie auf modernen Fährschiffen herrschen. Nach Angaben der meisten Schiffseigner würde dies jedoch die finanziellen Möglichkeiten weit übersteigen. Auch die technische Machbarkeit sei vielfach fraglich. Vor zwei Jahren hatte der damalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) eine zweijährige Bedenkzeit ausgerufen.

Die Stimmung unter den Betreibern der Großsegler sei nach wie vor gemischt, sagte Block. Das notwendige Geld für die geforderten Sicherheitseinrichtungen sei oft nicht vorhanden. „Alte Schiffe sind nicht gefährlicher, nur anders“, meinte Hendrik Boland, Präsident der Organisation European Maritime Heritage, einer europäischen Vernetzung von Großseglern. Er wünsche sich mehr Anreize für Eigner, um weiterhin Traditionsschiffe zu betreiben. Ein erster Schritt könnten Steuererleichterungen sein.

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