Gute Vorabeiten im Workcamp : „Großer Batzen" für künftiges Kunstwerk

Jugendliche Workcamp-Teilnehmer leisteten gute Vorabeiten für Großplastik „Die Gesichter des KZ Wöbbelin“
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Jugendliche Workcamp-Teilnehmer leisteten gute Vorabeiten für Großplastik „Die Gesichter des KZ Wöbbelin“

Am Ende des fünftägigen Workcamps auf dem Töpferhof Döscher in Hohenwoos zeigte sich dessen künstlerischer Leiter Marcus Barwitzki mit der Arbeit der kleinen, aber sehr fleißigen „Kerngruppe" sehr zufrieden.

svz.de von
07. Juli 2012, 04:00 Uhr

Hohenwoos/Wöbbelin | Am Ende des fünftägigen Workcamps auf dem Töpferhof Döscher in Hohenwoos - SVZ berichtete - zeigte sich dessen künstlerischer Leiter, der Magdeburger Künstler Marcus Barwitzki, mit der Arbeit der kleinen, aber sehr fleißigen "Kerngruppe" sehr zufrieden. Zum einen sei die auch auf dem nebenstehenden unteren Foto zu sehende Reihe mit den kleinen Köpfen entstanden. Dazu kämen 20 große Ziegel für die Originalköpfe. "Wir haben uns gut geschlagen. Das war schon ein großer Batzen", resümierte Marcus Barwitzki und lobte jeden einzelnen der jugendlichen Teilnehmer besonders: Karolin Gossow, Sarah Heidtmann, Anna Basina sowie Daniel und David Goosmann. Die Plastiken werden auf unterschiedliche Weise Bestandteil der künftigen Großplastik "Die Gesichter des KZ Wöbbelin", die spätestens 2014 auf die Mahn- und Gedenkstätten aufmerksam machen soll. Während die großen Köpfe Anfang August in Wöbbelin weiter bearbeitet und später in die Originalplastik eingefügt werden sollen, werden die kleinen Köpfe Teil einer begleitenden Wanderausstellung. Diese wird wahrscheinlich im Herbst dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres im Landtag Mecklenburg-Vorpommern im Schweriner Schloss zu sehen sein. Grundlage für die künstlerische Umsetzung, mit der den Opfern ihr Gesicht und ihre Individualität zurückgeben werden sollen, sind Fotografien der KZ-Häftlinge. Diese werden zunächst zeichnerisch gestaltet und danach in Ton modelliert. In Hohenwoos wurden dafür jetzt insgesamt 630 Kilogramm Ton geschlagen und gewalkt.

Auch für die 16-jährige Sarah, zum ersten Mal bei einem solchen Workcamp dabei, war es eine sehr erfolgreiche Woche, während der sie nicht nur viel gelernt habe, sondern sich auch künstlerisch ausleben konnte. Gern würde sie auch Anfang August am Internationalen Workcamp dabei sein. Es wäre schön, wenn ihr der Direktor des Schweriner Fridericianums, Frank-Peter Budde, trotz dann wieder begonnener Schule die Erlaubnis dazu gäbe. Warum eigentlich nicht? Auch nach Ansicht von Marcus Barwitzki wäre das kein schlechter Einstieg in das neue Schuljahr. Zum Abschluss der Woche in Hohenwoos bekamen alle Teilnehmer übrigens noch kleine Erinnerungen, darunter Sticks mit vielen Fotos sowie auch je ein SVZ-Exemplar mit dem Zeitungsbericht über ihr Workcamp.

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